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Der aus Deutschland stammende Internet-Unternehmer Kim Dotcom

Aber erst in ein paar Monaten

Kim Dotcom kündigt sicheren E-Mail-Dienst an

Berlin - Kim Dotcom hat angekündigt, einen Dienst für verschlüsselte E-Mails auf die Beine zu stellen. Bis es soweit ist, müssten aber noch einige technische Herausforderungen bewältigt werden.

Der umstrittene Internet-Unternehmer Kim Dotcom plant inmitten des Skandals um Internetüberwachung einen Dienst für verschlüsselte E-Mails. Eine Markteinführung sei aber noch Monate entfernt, sagte der Chef von Dotcoms Speicherdienst Mega, Vikram Kumar, dem Onlinedienst „ZDNet“. Es müssten noch einige technische Herausforderungen bewältigt werden, zum Beispiel bei Suchanfragen in verschlüsselten E-Mails. Die Speicher von Doctoms E-Mail-Dienst würden sich allesamt außerhalb der USA befinden, erläuterte Kumar.

Vergangene Woche hatten zwei Anbieter verschlüsselter E-Mail-Dienste abrupt ihre Arbeit eingestellt. Erst ging der angeblich auch vom Informanten Edward Snowden benutzte Anbieter Lavabit unter Hinweis auf Druck der US-Behörden vom Netz. Als Reaktion darauf zog auch der Dienst Silent Circle vorsorglich den Stecker und löschte alle Nutzerdaten. Bei verschlüsselten Dienste werden die Daten der Nutzer anhand einer mathematischen Formel so durcheinander gewirbelt, dass sie für Außenstehende nicht mehr zu lesen sind. Nur Nutzer selbst können mit ihrem jeweiligen „Schlüssel“ den Zeichenwust entwirren und die Nachricht lesbar machen.

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Dotcom, der in seinem Heimatland Deutschland noch unter dem Namen Kim Schmitz bekannt geworden war, liegt ohnehin im Clinch mit den USA. Die US-Behörden werfen ihm massive Urheberrechtsverletzungen bei der inzwischen stillgelegten Speicherplattform Megaupload vor und wollen einen Prozess in den Vereinigten Staaten. Dotcom hat seinen Wohnsitz in Neuseeland, das Auslieferungsverfahren dürfte sich noch über Monate hinziehen.

Lesen Sie dazu auch:

Telekom, GMX und Web.de verschlüsseln E-Mails

dpa

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