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Kinder bewegen sich selbstbewusst im Netz.

Kinder mit Selbstbewusstsein im Netz unterwegs

Hamburg - Einer Studie zufolge sind Kinder mit viel Selbstbewusstsein im Netz unterwegs. Sie halten sich an die Sicherheitsregeln und glauben sogar, sie seien besser als ihre Eltern.

Kinder sind einer internationalen Studie zufolge heute mit viel Selbstbewusstsein in Internet unterwegs. In Sachen Sicherheit hält sich die Hälfte der jungen Nutzer in Deutschland dabei sogar für vorsichtiger als ihre Eltern. Das ergab eine Studie mit fast 10.000 Befragten aus 14 Ländern, die der Sicherheitsspezialist für Informationstechnologie Symantec am Dienstag veröffentlichte. So gaben etwa drei von vier Kindern an, dass sie allgemeine Sicherheitsregeln befolgen und zum Beispiel regelmäßig ihr Passwort ändern und Anti-Viren-Software benutzen. 23 Prozent aller befragten Kinder glauben, dass ihre Eltern nicht wissen, was der Nachwuchs im Netz treibt. Von den Eltern bestätigen aber nur 6 Prozent diese Einschätzung.

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Bei genauen Nachfragen entdeckten die Fachleute aber auch ein anderes Bild: Mehr als die Hälfte der Kinder hat schon mindestens einmal negative Erfahrungen im Internet gemacht, wovon aber nur 34 Prozent der Eltern wussten. 32 Prozent der befragten Kinder wurden in einem sozialen Netzwerk bereits einmal von einer fremden Person aufgefordert, sie als Freund hinzuzufügen. 23 Prozent der Kinder geben an, sich schon einmal mit Fremden unterhalten zu haben. Doch das war nur 13 Prozent der Eltern bekannt. Die Eltern seien eindeutig gefordert, die Rolle des Internet im Leben ihrer Kinder besser zu verstehen, folgern die Experten. Kinder fühlten sich verantwortlich für viele Dinge, an denen sie gar nicht schuld sind, sagte Marian Merritt, Sicherheitsexpertin bei Symantec, einem großen Hersteller von Anti-Viren-Software und Sicherheitslösungen.

Die Kinder nutzen das Netz der Studie zufolge häufig produktiv: So machen 62 Prozent ihre Hausarbeiten online. 52 Prozent tauschen sich über das Internet mit Freunden und Bekannten aus. 43 Prozent laden Musik oder Videos herunter. Die Firma hatte den Familien-Report im Februar bei dem Marktforschungsinstitut StrategyOne in Auftrag gegeben. Befragt wurden - unter anderem in Europa, den USA und China - 7066 Erwachsene und 2805 Kinder im Alter zwischen 8 und 17 Jahren, die mehr als eine Stunde im Monat online waren. Wie viele Deutsche darunter waren, geht aus der Studie nicht hervor.

dpa

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