Problematische Verfolgung

Kindersex-Kriminalität zunehmend auf Skype und Co.

London - Kriminelle verkaufen immer mehr Livebilder vom sexuellen Missbrauch von Kindern auf legalen Chatsites und -Apps.

Videoplattformen wie Skype oder virtuelle Währungen unterlägen praktisch keiner behördlichen Regulierung und würden deshalb umso lieber beispielsweise für direkte Übertragung von Bildern, so genanntes Livestreaming, genutzt. Das erklärte die europäische Polizeibehörde Europol in einem am Dienstag vorgestellten Sonderbericht zur kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet. Der Verlauf auf traditionellen Websites lasse sich dagegen viel besser verfolgen. Die Cyber-Kriminellen bedienen sich dem Bericht zufolge obdachloser oder eigener Kinder, die live vor der Kamera sexuell missbraucht würden, hieß es in dem Bericht weiter.

Bezahlen ließen sie sich mit virtuellen Währungen, was ihre Verfolgung deutlich schwerer mache, als wenn sie etwa mit ihrer Kreditkarte bezahlen. 2014 kamen Ermittler demnach erstmals einer Internetseite auf die Spur, die Kinderpornografie ausschließlich gegen Bitcoins verkaufte.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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