Unternehmen entschuldigt sich

Kleidungsstücke von KZ-Opfern bei Ebay

London - Bei Ebay sind dutzende Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände von Opfern der Judenverfolgung während der NS-Herrschaft angeboten worden.

Nach einem entsprechenden Bericht der britischen Zeitung "Mail on Sunday" stoppte das Online-Auktionshaus die Versteigerung und entschuldigte sich. "Wir bedauern sehr, dass diese Gegenstände auf Ebay angeboten wurden", erklärte ein Sprecher des US-Unternehmens am Sonntag.

Nach dem Bericht der "Mail on Sunday" waren etwa 30 Objekte angeboten worden. Unter anderem stand demnach die gestreifte Uniform eines KZ-Häftlings für umgerechnet 13.000 Euro zum Verkauf, die ein im Vernichtungslager Auschwitz getöteter polnischer Bäcker getragen haben soll. Auch Zahnbürsten und Schuhe von KZ-Opfern sowie Davidssterne mit der Aufschrift "Jude" wurden dem Bericht zufolge angeboten.

Die Uniform ist laut der "Mail on Sunday" im Besitz eines Ukrainers, der in Kanada lebt. Er habe das Kleidungsstück von einem US-Händler erworben, sagte er der Zeitung. Er arbeite als Historiker und wolle mit dem Verkauf solcher Objekte seine Buchprojekte finanzieren.

Wie lange die Angebote online waren, blieb zunächst ungeklärt. Ebay kündigte an, dies zu untersuchen. Zudem will das Unternehmen nach eigenen Angaben 30.000 Euro an eine "geeignete Wohltätigkeitseinrichtung" spenden.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Das Deaktivieren von WLAN und Bluetooth ist beim Betriebssystem iOS 11 etwas umständlicher als bei seinem Vorgänger. Es sei denn man nimmt eine Abkürzung über die …
3D-Touch löst WLAN- und Bluetooth-Problem von iOS 11
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
Digitalkameras werden immer besser - und mit ihnen die Bildqualität. Da sehen alte Fotos nicht mehr so attraktiv aus. Eine Webseite hilft dabei, diese auf den neuesten …
Webseite hilft beim Verbessern pixeliger Fotos
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“
Interview mit Thomas Kaspar, Chief Product Officer und Chefredakteur der Zentralredaktion.
„Digitalisierung krempelt auch das letzte kleine Geschäft um“
Für die Kino-Pinkelpause - App kennt langweilige Filmszenen
Wenn man mitten im Film auf die Toilette muss, kann einem das schon mal den ganzen Kinospaß verderben. Denn wer nicht weiß, was als nächstes im Film passiert, bleibt …
Für die Kino-Pinkelpause - App kennt langweilige Filmszenen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion