Ein kleiner Dino

- Einen ungewöhnlich keinen Saurier hat ein deutsch-argentinisches Paläontologenteam hat bei Grabungen in Patagonien Fossilien einer bisher unbekannten kleinen Saurier-Art entdeckt. Die Dinos zählten zwar zu den Langhalssauriern, hätten aber einen ungewöhnlich kurzen Hals gehabt, berichtet die Gruppe, die von dem Münchner Paläontologen Oliver Rauhut geleitet wird, im britischen Fachjournal "Nature" (Bd. 435, S. 670).

<P>Während andere so genannte Sauropoden mehr als 30 Meter maßen, sei der in Südamerika entdeckte Brachytrachelopan mesai nur 10 Meter lang oder kürzer gewesen, so Rauhut.</P><P>Die neuentdeckte Dinosaurierart, die im späten Jura vor 150 Millionen Jahren lebte, widerspreche dem gängigen Bild der Riesenechsen mit massigem Körper, langem Hals und langem Schwanz. Dies zeige, dass die als wandlungsunfähige Riesen geltenden Sauropoden noch erfolgreicher und anpassungsfähiger waren als allgemein angenommen und sich rasch auf neue Lebensräume einstellen konnten.<BR><BR>Die neu entdeckte Saurierart habe sich vermutlich auf niedrigwachsende Pflanzen spezialisiert und sei deshalb nicht so groß geworden wie andere Sauropoden, erläuterte Rauhut. "Somit mögen umgekehrt die geringe Nahrungsspezialisierung und der lange Hals anderer Sauropoden wichtige Voraussetzungen für ihren Gigantismus gewesen sein." Die Sauropodengruppe, zu denen der Brachytrachelopan mesai zählt, habe sich vermutlich schnell und weit verbreitet. Vertreter dieser Gruppe seien auch aus Ostafrika bekannt.</P><P>Das Team um Rauhut hatte den neuen Saurier in der argentinischen Provinz Chubut ausgegraben. Gefunden hatte ihn ein dort ansässiger Schafzüchter namens Daniel Mesa, der verlorene Schafe suchte. Nach seinem Finder erhielt der Dinosaurier auch seinen Namen Brachytrachelopan mesai - übersetzt: Mesas kurzhalsiger Hirtengott. </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Pokémon Go" erhält Tauschmodus und Trainer-Freundschaften
Als "Pokémon Go" vor zwei Jahren erschien, tummelten sich mancherorts unzählige Monsterjäger auf den Straßen. Dabei dürfte die ein oder andere Freundschaft entstanden …
"Pokémon Go" erhält Tauschmodus und Trainer-Freundschaften
Stiftung Warentest wehrt sich: Streit um Löschung von Google-Treffern
Wer in der Google-Trefferliste Links zu Seiten mit beleidigendem Inhalten sperren lässt, muss damit rechnen, dass die Seiten weiterhin über Umwege bei Google zu finden …
Stiftung Warentest wehrt sich: Streit um Löschung von Google-Treffern
Bevölkerung sieht EU-Datenschutzverordnung skeptisch
Seit dem 25. Mai sind die neuen EU-Bestimmungen zum Umgang mit Personendaten in Kraft. Eine Studie zeigt, was die Menschen in Deutschland von der DSGVO halten.
Bevölkerung sieht EU-Datenschutzverordnung skeptisch
Falsche PC-Fehlerhinweise ignorieren
Die Bundesnetzagentur geht gegen eine neue Version des sogenannten Tech-Support-Betrugs vor. Die Behörde hat vier Rufnummern gesperrt, hinter denen vermeintliche …
Falsche PC-Fehlerhinweise ignorieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.