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Verklagte Hartz-IV-Empfänger: Topmodel Hedi Klum.

Klum verklagt Hartz-IV-Empfänger

Weil er mit einem Foto von Heidi Klum für eine Tanzveranstaltung geworben hat, landete der arbeitslose Fleischer Heinz F. vor Gericht.

Sie ist sexy, sie ist erfolgreich – und sie ist steinreich: Die Rede ist von Deutschlands Topmodel Heid Klum. Doch wenn es um Geld geht, lässt Klum offenbar nicht mit sich spaßen. Das bekommt jetzt auch ein arbeitsloser Fleischer zu spüren.

Wie Focus Online berichtet, soll der Mann mehrere tausend Euro zahlen, weil er mit dem Bild der hübschen Blondine für eine Tanzveranstaltung in Grünau bei Chemnitz geworben hatte.

Wie die Freie Presse aus Chemnitz berichtet, bekam der Hartz-IV-Empfänger deshalb Post vom Klum-Anwalt: Eine Unterlassungsklage über 100 000 Euro für Bildhonorar sowie 20 Prozent Agenturprovision und Mehrwertsteuer, zusammen also 142 800 Euro.

Da Heinz F. die Unterlassungsklage nicht unterzeichnen wollte, bot er an, mit der Zahlung einer Spende die Sache zu begleichen – 100 Euro für soziale Zwecke. Zu wenig befand der Klum-Clan, und so landete die Sache jetzt vor dem Chemnitzer Landgericht.

Der Anwalt vom Hartz-IV-Empfänger rechnete da noch gute Chancen aus. Der Sächsischen Zeitungsagte er, die Beweispflicht liege bei Klums Anwalt. Der müsse beweisen, dass es sich um ein Foto der Model-Ikone handele.

Vor Gericht kam es dann natürlich, wie es kommen musste: Der Hartz-IV-Empfänger verlor und muss jetzt die Gerichtskosten von 2300 Euro tragen. Der Schweriner Volkszeitung sagte Heinz F.: "Ich habe einfach kein Geld. Ich frage mich wirklich: Haben diese reichen Leute es nötig, mich kleinen Mann zu verklagen?"

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