IT-Sicherheit

So können Sie sich vor Cyber-Attacken schützen

München - Spätestens seit der NSA-Affäre im vergangenen Sommer ist klar: Auch private Daten werden massenhaft gespeichert und ausgewertet. Trotzdem ändern die meisten Nutzer ihr Verhalten im Internet nicht. Dabei sind effektive Maßnahmen oft nur ein paar Klicks entfernt.

Verschlüsselte E-Mails

Schon seit 1991 ist es technisch möglich, seine E-Mails zu verschlüsseln. Das benötigte Programm heißt Pretty Good Privacy (PGP). Man muss sich ein paar Stunden Zeit nehmen, um PGP zu verstehen – aber es gibt einige nutzerfreundliche Anleitungen im Netz.

Sobald das Programm installiert ist – am besten über einen Mail-Client wie Outlook oder Thunderbird – werden die Nachrichten auf dem eigenen Computer verschlüsselt und erst auf dem Rechner des Empfängers wieder entschlüsselt. Wer es dazwischen schafft, die Nachricht abzugreifen, erhält einen unleserlichen Code. Wichtig bei dieser sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Sender und Empfänger der E-Mail müssen PGP auf ihrem Rechner installiert haben.

Auswahl der Anbieter

Datenschutz hat in Europa einen höheren Stellenwert als in den USA. Deutsche Mail-Anbieter wie GMX oder Posteo sind in der Regel sicherer als ihre amerikanischen Konkurrenten. Und auch wenn es viel Zeit kostet: Man sollte alle Nutzungsbestimmungen lesen, bevor man ihnen zustimmt. Facebook-Nutzer etwa räumen dem Unternehmen weitreichende Rechte ein, zum Beispiel beim Hochladen von Fotos.

Identität im Netz

Benutzernamen und Mail-Adressen müssen die Identität des Nutzers nicht verraten. Viele Datenschützer empfehlen, Pseudonyme zu verwenden.

Kurznachrichten

Der mittlerweile zu Facebook gehörende Kurznachrichtendienst WhatsApp erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Aber auch

WhatsApp verschlüsselt die verschickten Nachrichten nicht. Wie beim Schreiben von E-Mails gibt es auch hier sichere Alternativen wie den Schweizer Anbieter Threema oder Surespot aus den USA. Denn gerade Smartphones sind besonders anfällig dafür, ausgespäht zu werden.

Internet-Browser

Suchmaschinen wie Google und Bing speichern sämtliche Suchanfragen ihrer Nutzer – um zielgenau Werbung platzieren zu können. Auch für Geheimdienste können diese Daten interessant sein. Webbrowser wie Firefox bieten einige Erweiterungen an, um das Verhalten im Netz besser zu schützen, etwa das Add-On BetterPrivacy.

Generell sollte man nur über sichere Verbindungen surfen. Auch dafür gibt es entsprechende Browser-Erweiterungen. In der Adresszeile steht dann „https:“ statt „http:“.

Online-Speicher

Kontaktdaten wie Telefonnummern oder Mailadressen sollten nicht unverschlüsselt gespeichert werden. Dasselbe gilt für Fotos oder Dokumente, die zum Beispiel via Dropbox online abgelegt werden. Für einen sicheren virtuellen Schreibtisch sorgen dagegen die Start-Ups Cloudsafe oder Wuala

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Final Fantasy XV" kommt 2018 auf den PC
Das japanische Action-Rollenspiel "Final Fantasy XV" passt sich neuen technischen Möglichkeiten an. Ein neuer Kameramodus bringt den Spieler noch näher ans Geschehen. Zu …
"Final Fantasy XV" kommt 2018 auf den PC
"Jurassic World Evolution" erscheint im Sommer 2018
Auch wenn sie bereits seit Jahrtausenden ausgestorben sind, lösen Dinosaurier auch heute noch eine große Begeisterung aus. Computer- und Konsolenspieler können sich bald …
"Jurassic World Evolution" erscheint im Sommer 2018
Medion bringt neue Komplett-PCs und Notebooks für Gamer
Passionierte Gamer haben an ihre Geräte hohe Ansprüche. Das wissen auch die Hersteller. Medion wartet zur Gamescom mit zwei aufgerüsteten PCs und einem grafikstarkem …
Medion bringt neue Komplett-PCs und Notebooks für Gamer
Inseln gegen den grauen Alltag: Computerspiele aus Mainz
Rolf, Björn, Claudia und Frank entwickeln interaktive Bildschirmwelten. Vor der Gamescom-Messe in Köln gibt es viel zu tun für das Quartett im Mainzer Studio Ubisoft …
Inseln gegen den grauen Alltag: Computerspiele aus Mainz

Kommentare