Kohle aus dem Kochtopf

- Stroh, Gras oder Laub über Nacht in Kohle umzuwandeln, das erinnert an den Stein der Weisen, mit dem man mindere Stoffe zu Gold machen wollte. Doch es funktioniert tatsächlich: Wissenschaftler des Potsdamer Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Pflanzen ohne Umwege in Kohle und Wasser umarbeiten lassen.

Das Prinzip funktioniert wie ein Dampfkochtopf, in dem die Biomasse auf 180 Grad Celsius erhitzt und mit einem Katalysator direkt umgewandelt wird. Was in der Apparatur geschieht, läuft auch in der Natur ab. Dort allerdings ungleich langsamer, im Verlauf von Jahrmillionen. Das Verfahren der sogenannten "hydrothermalen Karbonisierung" könnte die Grundlage für eine nachhaltige und umweltneutrale Energiewirtschaft liefern, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Max-Planck-Forschung" (2/2006).

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