+
Merkur-Autorin Manuela Dollinger.

Nutzer in der Pflicht

Kommentar: Smarte Sicherheitsrisiken im „Smart Home“

München - Noch immer haben Millionen Nutzer simple Passwörter eingestellt. In einer Zeit, in der sogar das Babyfone einen Internetanschluss hat, ist das ein Sicherheitsrisiko fürs Zuhause, kommentiert Merkur-Autorin Manuela Dollinger.

Vorbei sind die Zeiten, in denen lediglich Computer und Server weltweit miteinander vernetzt waren. Fernseher, Heizungen, Kühlschränke und sogar Babyfone haben heute einen Internetanschluss. „Smart Home“ nennt man den Trend, bei dem Haushaltsgeräte miteinandern verbunden werden. Licht und Heizung lassen sich so beispielsweise aus der Ferne steuern. Das vernetzte Zuhause verspricht ein bequemes Leben, bei dem sich auch noch Geld sparen lässt. Vergessen werden in der schönen neuen Smart-Home-Welt allerdings oft die Sicherheitsrisiken, die man sich mit dem Einbau der neuen Technik ins Haus holt, und die Daten, die man damit preisgibt.

Dabei ist es eine Sache, dass die Industrie weiß, wann man abends schlafen geht und zu welchem Film man auf dem Sofa entspannt. Ob man solche Daten preisgeben möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Viel problematischer ist es, dass es Hackern immer öfter gelingt, sich Zugang zu vernetzten Geräten im Haushalt zu verschaffen. Hier fehlt es bislang an verpflichtenden Sicherheitsstandards. Das muss sich schnellstens ändern.

Aber auch Nutzer sind in der Pflicht. Sichere Passwörter sind zwar keine Garantie, können aber so manchen digitalen Hausfriedensbruch vereiteln. Dennoch werden millionenfach voreingestellte Passwörter wie etwa „12345“ oder „admin“ nicht geändert und können so leicht erraten, beziehungsweise über automatisierte Programme entschlüsselt werden. Individuelle Passwörter festlegen, ist daher eine Grundregel, die zwar simpel klingt, aber leider von zu wenigen beachtet wird.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Draußen fotografieren im Winter: Extra-Akku mitnehmen
Der Schnee lockt viele Hobby-Fotografen ins Freie. Dabei sollten sie bedenken, dass sich die Akkus im Winter schneller leeren. Aufzupassen ist auch bei der Rückkehr ins …
Draußen fotografieren im Winter: Extra-Akku mitnehmen
Neue WhatsApp-Funktion: Was künftig passiert, wenn Sie das Handy schütteln
Klingt im ersten Moment seltsam, das neue Feature, das eine Beta-Version von WhatsApp ankündigt: User sollen künftig eine neue Funktion nutzen können, wenn sie ihr Handy …
Neue WhatsApp-Funktion: Was künftig passiert, wenn Sie das Handy schütteln
Teamviewer unsicher: Auto-Update aktivieren
Mit Fernwartungs-Softwares wie Teamviewer können andere auf den eigenen Rechner zugreifen, um zum Beispiel Hilfe zu leisten. Dieser praktische Support kann aber auch …
Teamviewer unsicher: Auto-Update aktivieren
Welche Daten soziale Netzwerke sammeln
Die großen Internetdienste werden oft als Datenkraken bezeichnet - weil sie meist tatsächlich viele Informationen sammeln, etwa um personalisierte Werbung anzeigen zu …
Welche Daten soziale Netzwerke sammeln

Kommentare