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Kommentar: Ein Klick vom Nerd zum Junkie

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Von: Julian Spies

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Computerspiele können viel Spaß machen. Die Suchtgefahr ist jedoch nicht zu unterschätzen. © dpa / Guido Kirchner

Hand aufs Herz: „WoW“, „CS:GO“, „Fortnite“, „Fifa19“ – wer weiß, um was es hier geht und was hier wirklich abgeht? Wer jetzt meint, das ist ja eh bloß so Internet-Zeugs, der könnte bald ein böses Erwachen erleben. Ein Kommentar.

„World of Warcraft“; „Counterstrike“ und Konsorten – das sind nur einige prominentere Beispiele für eine Zocker-Welt, die für viele junge Leute heute zum Alltag gehört – oder diesen sogar dominiert. Dann aber bekommt das Problem Sucht-Charakter. Und schon ist es höchste Zeit, sich dem Thema zu stellen.

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Julian Spies, Online-Redakteur des Münchner Merkur. © Marcus Schlaf

Die digitale Industrie bietet alles, was das Gamer-Herz begehrt. Warum auch nicht, macht doch Spaß, könnte man sagen. Die Krux ist nur: Jugendliche und mehr als genug Kinder ballern und jumpen unter Umständen regelmäßig durch knallbunte Welten voller Verlockungen und Belohnungen aus der „Lootbox“ (Beutebox). Und das sind Dimensionen, die der Generation „Räuber und Schandi“ gar nichts mehr sagen. Politik, Gesellschaft und letztlich die Eltern sind nun gleichermaßen gefragt. Hinschauen, Konflikte austragen, Regeln finden – das klingt anstrengend, ist es auch. Und noch mal Hand aufs Herz: Diese Auseinandersetzung sollte es wert sein. Denn vom Gamer zum Nerd und dann zum Junkie sind es nur ein paar Klicks. Wer heute Verantwortung übernimmt und Klartext redet, vermeidet vielleicht, morgen zur Suchtberatung zu müssen.

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