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Kopfweh hat viele Gesichter

- Migräne könnte den Lauf der Geschichte beeinflusst haben: Vielleicht hätten Julius Caesar, König Ludwig II. oder Thomas Jefferson manchmal andere Entscheidungen getroffen, wenn sie nicht regelmäßig von heftigen Kopfschmerzattacken geplagt worden wären.Diese berühmten Persönlichkeiten sind jedoch keine Ausnahmen: Mehr als 15 Prozent der Frauen und 6 Prozent der Männer leiden hierzulande an Migräne.

Doch nicht jeder Kopfschmerzpatient gehört dazu: Auch andere Formen können sehr häufig auftreten, so der Spannungskopfschmerz. Auslöser ist oft eine Reizüberflutung der Sinne, zum Beispiel durch lange Arbeit am Computerbildschirm. Seltener und in erster Linie bei Männern kommt der sehr starke Clusterkopfschmerz vor, der einseitig im Bereich des Auges auftritt und den Betroffenen den Schlaf raubt.

Migränepatienten leiden dagegen unter pochenden Kopfschmerzen und Übelkeit. Die Beschwerden verstärken sich bei körperlicher Anstrengung und durch helles Licht und Lärm. Häufig sind die Symptome so stark, dass sich die Betroffenen zurückziehen und in einem abgedunkelten, ruhigen Raum aufhalten müssen. Dr. Andreas Straube, von der Neurologischen Universitätsklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, erklärt die Beschwerden so: "Große Blutgefäße, die der Versorgung des Gehirns dienen, werden bei einem Migräneanfall erweitert und entzünden sich. Deshalb verstärkt sich der Schmerz bei jedem Pulsschlag." Faschings-Fans sollten bedenken, dass Alkoholgenuss die Gefäße weitet und einen Anfall auslösen kann.

Bei rund 60 Prozent der Patienten kündigt sich ein Migräneanfall schon im Vorfeld an. Bis zu 24 Stunden vorher treten verstärkt Müdigkeit, Heißhunger und Gereiztheit auf. Etwa jeder Fünfte erlebt eine sogenannte "Aura", erkennbar durch Schwindelgefühl, Sensibilitäts- und Sehstörungen. Letztere sind nach Straube auf eine Übererregung des Sehzentrums zurückzuführen, des sogenannten Occipetallappens. Betroffene sehen Lichtpunkte, die im Auge nach außen wandern, wie sich auch der elektrische Impuls im Gehirn langsam ausbreitet.

In der Behandlung von Migränesymptomen werden außer den gängigen Schmerzmitteln zunehmend Triptane eingesetzt. Diese Wirkstoffgruppe führt zu einer Abschwellung der entzündeten Blutgefäße im Gehirn und reduziert die Empfindlichkeit der Nerven. Herz-Kreislauf-Patienten müssen auf diese Therapie wegen möglicher Nebenwirkungen jedoch verzichten.

Andrea Eppner

Unter www.volldabeitrotzmigraene.de kann man anhand eines Schnelltests herausfinden, ob man zu den Betroffenen gehört.

Mit Nadeln vorbeugen

Die aktuelle, groß angelegte GERAC-Studie der Krankenkassen attestiert der Akupunktur eine gute vorbeugende Wirkung gegen Migräneattacken.

Auslöser vermeiden

Migräneanfälle werden oft durch Schlafentzug, Alkoholgenuss oder durch starke Temperaturschwankungen, wie sie zum Beispiel bei einem Saunabesuch auftreten, verursacht. Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, die Auslöser zu bestimmen und künftig zu vermeiden.

Spannungen abbauen

Ob Yoga, autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson: Migränepatienten sollten Techniken zum Stressabbau erlernen. Um Spannungen abzubauen, können auch Ausdauersportarten, wie Nordic Walking oder Schwimmen helfen.

Richtig behandeln

Gängige Schmerzmittel können bei häufiger Anwendung chronische Kopfschmerzen auslösen. Treten die Migräneanfälle sehr oft auf, stellen Triptane deshalb eine sinnvolle Alternative dar. Sie sind jedoch nicht für alle Patienten geeignet und deshalb verschreibungspflichtig.

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