Kostentreiber am Telefon

- Telefonieren kann teuer kommen. Und das liegt nicht nur daran, dass man zu lange mit Freunden geratscht oder den falschen Tarif gewählt hat. Seit einigen Jahren schon nutzen unseriöse Anbieter teure Service-Nummern, um den Telefonkunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Methoden werden immer ausgeklügelter und sind schon lange nicht mehr aufs Festnetz beschränkt. Auch Handybesitzer werden kräftig abgelinkt und abgezockt.

Vorsicht bei Gewinnmeldungen <BR><BR>Obwohl der Ärger mitunter groß ist: 0190-Nummern sowie kostenpflichtige 0137- und 0900- Dienste sind grundsätzlich völlig legal. Sie werden nicht nur von beliebten Chat- und Flirtlines genutzt, sondern u. a. auch vom Deutschen Wetterdienst oder von Anbietern der beliebten Klingeltöne fürs Handy. Um die Verbraucher zu schützen, sind die Anbieter solcher Dienste seit 1. August 2004 verpflichtet, den Tarif anzusagen, bevor eine Entgelt pflichtige Leistung in Anspruch genommen wird - was einige schwarze Schafe bei ihrem Treiben nicht stört. <BR><BR>Mit immer neuen Tricks wird versucht, Telefon- und Handy-Besitzer auf die teuren Nummern zu leiten und sie dort lange zu halten - was die Rechnung in die Höhe treibt. Beliebt bei Handy und Festnetz- Telefonen ist der Gewinnspiel- Trick: Man erhält einen Brief oder eine SMS, dass man eine Reise oder einen Geldbetrag gewonnen hat, und wird gebeten unter einer Telefonnummer anzurufen, um seine persönlichen Daten abzugleichen. <BR><BR>Auf den Anrufer wartet jedoch kein Gewinn, sondern meist ein automatischer Ansagedienst, der allein die Verweildauer auf der teuren Nummer erhöht. Wer auf Handy eine SMS mit der Aufforderung erhält - "Sie haben eine persönliche Nachricht erhalten. Um sie abzurufen, wählen sie bitte die Nummer xy" - sollte aufpassen, denn meist erwartet ihn dort eine kostenintensive Servicenummer. Vorsicht ist auch geboten, wenn das Handy kurz klingelt, aber niemand am anderen Ende der Leitung ist. <BR><BR>Bevor man auf die Rückruftaste drückt, um den entgangenen Anrufer zu kontaktieren, sollte die Nummer im Display geprüft werden - häufig ist es eine kostenpflichtige Ziffer. Die Handy-Abzocker bedienen sich auch gerne Kleinanzeigen, um ihren Opfern das Geld aus der Tasche zu ziehen: Wer in einer Kleinanzeige seine Handynummer angibt, kann eine SMS von einem vermeintlichen Kaufinteressenten erhalten, in der dieser um Rückruf unter einer bestimmten Nummer bittet. <BR><BR>Auch hier landet der Anrufer dann unter Umständen wieder bei einer kostenpflichtigen Nummer. Schützen kann man sich, indem man bei seinem Provider teure Servicenummern für seinen Anschluss sperren lässt. In jedem Fall sollten unbekannte Nummern vor dem Rückruf geprüft werden, denn manchmal werden solche durch eine Vorwahl oder eine Verschiebung der Trennstriche verschleiert. Unseriöse Anbieter meldet man bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post unter Telefon 0 63 21 /934 111. 

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