Ostbahnhof ist für S-Bahnen wieder frei – noch immer herrscht Chaos

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Internet-Kriminelle handeln und bestellen mit gestohlenen Account-Daten. Wir erklären, wie man sich vor dem Datendiebstahl schützen kann.

Wie Sie sich schützen können

Ebay und Co.: So leicht knacken Kriminelle Ihre Shopping-Accounts

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München - Regelmäßig vertrauen wir unsere Passwörter dem Netz an. Doch dass Kriminelle diese im Handumdrehen erkaufen können, wissen die wenigsten - und das hat für uns teure Folgen. Wir erklären, wie Sie sich schützen können.

Die Produktpalette ist groß, die Preise sind niedrig. Gestohlene Zugänge zu Shopping-Portalen wie Amazon, Ebay, Zalando, Conrad, Otto, PayPal und vielen mehr verkaufen Cyber-Kriminelle über das Internet. Die Masche ist dabei immer die gleiche: Mit den in Shopping-Konten hinterlegten Zahlungsinformationen ahnungsloser Kunden kaufen Kriminelle kräftig ein, den Schaden haben andere.

1,40 Euro kosten zum Beispiel die Zugangsdaten für ein gestohlenes Amazon-Konto, berichtet das RTL-Magazin stern TV. Einen gehackten Ebay-Zugang gibt's schon für einen Euro. Bezahlt wird auf den Plattformen, die die gestohlenen Daten anbieten mit der Digital-Währung „Bitcoin“. Diese ermöglicht den Tätern, ihren Zahlungsverkehr anonym abzuwickeln. Auch wenn den Behörden immer wieder Schläge gegen Cyber-Kriminelle gelingen, sind die Anbieter der geklauten Kontodaten dank cleverer Anonymisierungsstrategien kaum aufzuspüren. 

Den Opfern flattert die Rechnung ins Haus

Die Opfer dieser Masche sind ganz normale Verbraucher. Über Trojaner, Phishing-Mails oder durch gehackte Datenbanken geraten deren Daten in die Hände der Account-Händler. Viele bemerken den Diebstahl erst, wenn die ersten Mahnungen ins Haus flattern oder bereits Geld von ihrem Konto abgebucht wurde. Die kriminellen Besteller ändern einfach die Lieferadresse, um ihre Einkäufe mit den Zahlungsverbindungen ihrer Opfer zu tätigen. Manchmal zeigen sich die Versandhäuser betroffenen Kunden gegenüber kulant und erstatten nach einiger Zeit den Schaden, der Ärger für die Betroffenen ist dennoch riesengroß.

Besonders schlimm wird es, wenn unvorsichtige Kunden für mehrere Portale das gleiche Passwort verwenden. Gerät ein Zugang in die falschen Hände, sind im schlimmsten Fall auch noch weitere Shopping-Konten betroffen, was teure Folgen haben kann. Bei den meisten Händlern lassen sich E-Mail- und Postadressen leicht ändern, wodurch die Ware bei den illegalen Bestellern landet.

So können Sie sich schützen

Auch wenn viele Händler auf die Bedrohung durch Accounträuber reagieren, ist Vorsicht und Vernunft der Verbraucher der beste Schutz vor dem Verlust der eigenen Shopping-Konten. Dafür sind einige Faustregeln hilfreich:

  • Benutzen Sie sichere Passwörter und verwenden Sie für verschiedene Portale verschiedene Zugangsdaten. Nichts macht es einem Dieb einfacher, als dasselbe Passwort für E-Mail, Shopping und Zahlungsabwicklung zu verwenden.
  • Vorsicht bei dubiosen E-Mails. „Datenabgleiche“ zur Umstellung oder Reaktivierung eines Accounts sowie gefälschte Rechnungen sind Versuche, an Passwörter oder Zahlungsinformationen zu gelangen.
  • Halten Sie ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand. Virenscanner und Firewall ersetzen nicht den gesunden Menschenverstand, sind aber wichtig zum Schutz Ihrer Online-Identität.
  • Hinterlassen Sie keine Datenspuren. Das Speichern der Kreditkarteninformation im Shopping-Portal oder das Hinterlegen des Zugangspassworts im Browser ist zwar komfortabel, macht es Eindringlingen aber auch leicht, die Daten für sich zu nutzen.
  • Doppelte Identifizierung bietet doppelten Schutz. Viele Anbieter, darunter Amazon, Google, Facebook oder Twitter, bieten mittlerweile eine TAN-ähnliche Sicherheitsabfrage, die sogenannte „2-Faktor-Authentifizierung“, über das Smartphone an. An dieser zweiten Hürde beim Login scheitern Hacker, sogar wenn sie das Passwort ausspähen konnten.

Die Tricks der Daten-Hacker

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