Kritik an DSL-Angeboten der Telekom für Wiederverkäufer

- Bonn - Die Stadtnetzbetreiber haben die neuen DSL-Angebote der Deutschen Telekom für Wiederverkäufer scharf kritisiert. Diese Anbieter ohne eigenes Netz erhielten die Möglichkeit, den schnellen Internetzugang zu Dumpingpreisen einzukaufen, teilte der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) mit.

Gegenüber den Preisen, die ein Telekom-Endkunde für die ursprünglichen DSL-Produkte zahlen müssten, würden Rabatte zwischen 30 und 54 Prozent gewährt. "Kommt das so durch, können wir unsere Geschäftsmodelle für das Festnetz beerdigen", erklärte BREKO-Geschäftsführer Rainer Lüddemann in Bonn.

Für den Verband, bei dem regionale Telefonanbieter wie Netcologne, HanseNet oder Versatel, aber auch der größte Telekom-Konkurrent Arcor organisiert sind, sei der Preis für die Anmietung der Leitung zum Endkunden (TAL) die entscheidende Bezugsgröße. Hierfür fielen monatlich 12,48 Euro an. Erhielten die so genannten Reseller aber schon DSL-Produkte, die unter diesem Preis liegen, würden die BREKO- Firmen klar benachteiligt. Der Verband kündigte an, bei der Bundesnetzagentur wegen Entgeltmissbrauch vorzugehen.

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