So lässt sich das WLAN-Netz innerhalb von 15 Minuten sichern

Da die Reichweite eines WLAN-Netzes meist über den Bereich der eigenen Wohnung hinausgeht, ist eine Sicherung des drahtlosen Internetzugangs (Wireless Local Area Network, WLAN) unerlässlich.

In einem Grundsatzurteil vom Mittwoch entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass Internetnutzer ihren WLAN-Anschluss mit einem eigenen Passwort sichern müssen.

Denn über ein ungesichertes Netzwerk können zum einen Unbefugte an die Daten und Dateien auf dem Computer des WLAN-Besitzers gelangen. Zum anderen können Unbefugte, wie auch im verhandelten Fall, über ein ungesichertes Netzwerk ins Internet gelangen und dort beispielsweise illegal Musik herunterladen.

Sicherung des WLANs

Die entsprechenden Einstellungen können WLAN-Besitzer entweder mit Hilfe der Software vornehmen, die vom Router-Hersteller mitgeliefert wurde oder sie verschaffen sich über den Internetbrowser Zugang ins Konfigurationsmenü des eigenen Routers. Am sinnvollsten ist es, die Konfiguration per Kabel und nicht per WLAN vorzunehmen.  

Der aktuelle Verschlüsselungsstandard heißt WPA (WiFi Protected Access), die neueste Variante WPA2; notfalls ist aber auch der ältere Standard WEP besser als gar keine Verschlüsselung.

In beiden Fällen wählt der Nutzer am besten einen Netzwerkschlüssel, der schwer zu knacken sein sollte; empfohlen werden 63 Zeichen, die am besten große und kleine Buchstaben, Sonderzeichen sowie Ziffern enthalten. Ein regelmäßiger Wechsel erhöht die Sicherheit zusätzlich.

Zudem empfiehlt es sich, das WLAN-Gerät auszuschalten, wenn es nicht genutzt wird. Auch lässt sich die Reichweite über die Sendeleistung herabsetzen, damit das Netzwerk außerhalb der Wohnung möglichst nicht mehr erreichbar ist.

Noch mehr Sicherheit lässt sich mit Änderungen der Voreinstellungen am Router und an den Endgeräten erreichen. Über eine Beschränkung der sogenannten MAC-Adressen am Router kann man festlegen, dass sich nur die eigenen Computer oder Handys in das WLAN-Netz einwählen können.

Zudem sollten das am Router eingetragene SSID-Signal und die Kennwörter der Netwerkgeräte nach dem Kauf geändert werden, da sie meist mit standardisierten Passwörtern ausgeliefert werden.

Wer sich das Konfigurieren nicht zutraut,  kann auf eine andere Lösung zugreifen: Ein von einem speziellen WLAN-Router selbstständig erstelltes Passwort wird mit Hilfe eines besonderen USB-Sticks sicher auf einen Computer übertragen.

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