Lawinen: Im Bann der weißen Gefahr

- Einknickende Strommasten und Dächer, die unter der Schneelast zusammenbrechen - die weiße Winterpracht hat nicht nur schöne, sondern auch gefährliche, ja tödliche Seiten. Im Flachland ist die zerstörerische Gewalt, die große Schneemassen entwickeln können, eher selten zu spüren. Aber Wintersportler erleben sie häufiger als ihnen lieb ist: Jeden Winter sind Verletzte oder gar Tote durch Lawinenabgänge zu beklagen. Das Internet verrät einiges über die Gefahr.

Wie und warum Lawinen entstehen, erklärt ein ausführliches Themenspecial auf www.planet-wissen.de im Kapitel Natur/Technik. In einem Überblick über die Lawinenforschung lernt man, dass es ganz unterschiedliche Arten von Schnee, aber auch von Lawinen gibt, wie Fließ-, Staublawinen und Schneebretter.

Gar nicht theoretisch, sondern sehr praktisch sind die Verhaltenstipps für Tourengeher und alle, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen. Hätte sie einst Hannibal bei seiner Alpenüberquerung schon beachtet, wären vielleicht weniger seiner Soldaten bei einem der ersten überlieferten Lawinenabgänge ums Leben gekommen.

Noch viel mehr über Schnee und Lawinen gibt es beim Eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos, www.slf.ch, zu erfahren. Die Wissenschaftler gehen den Ursachen von Lawinen auf den Grund, sie erforschen nicht nur die Schneephysik, sondern auch die Veränderungen, die der Schnee in unterschiedlichen Witterungsbedingungen durchmacht. Dass bei der Lawinenforschung auch ganz praktische Ergebnisse herauskommen, zeigt der Lawinenairbag, der das Untergehen in fließenden Lawinen verhindern soll.

Lawinenwarndienst auch fürs Ausland

Für aktuelle Informationen über Lawinengefahr in den bayerischen Alpen ist www.lawinenwarndienst-bayern.de die erste Adresse im Internet. Täglich wird hier ein aktueller Lawinenlagebericht veröffentlicht, der auch lokale Schneedeckenberichte aus den einzelnen bayerischen Skigebieten einschließt. Wer nicht genau weiß, wie er die europäische Gefahrenskala für Lawinen deuten soll, kann sich darüber informieren, was die Gefahrstufen 1 bis 5 bedeuten, und wie man sich dabei verhalten sollte. Ein trauriges Kapitel der Webseite ist die Lawinen-Unfallstatistik.

Ist der schlimmste Fall eingetreten und sind Skifahrer von einer Lawine verschüttet worden, kommen meist Lawinenhunde zum Einsatz. Sehr interessante Fakten über die Arbeit von Lawinenhunden verrät www.lawinensuchhunde.de: So erfährt man beispielsweise, dass die anstrengende Arbeit eines Lawinensuchhundes seine Lebenserwartung im Schnitt um drei Jahre verkürzt.

Um den Gefahren von Lawinen und Schneeabgängen auch in anderen europäischen Skigebieten aus dem Weg zu gehen, sollte man die Webseite des Deutschen Alpenvereins, www.alpenverein.de ansteuern. Dort entdeckt man Links zu Lawinenwarndiensten in Österreich, Italien, Frankreich und in der Schweiz.

Zu viel Schnee ist schlecht, zu wenig Schnee wiederum mögen Wintersportler aber auch nicht. Wie es mit den Schneehöhen in den Tälern und Bergen der beliebtesten Skigebiete aussieht, verrät www.schneehoehen.de. Wahlweise kann man, nach Ländern geordnet, das Skigebiet oder den Ort seiner Wahl eingeben, und schon bekommt man die aktuellen Schneehöhen angezeigt.

Wer mag, kann sich mit der Snow-Mail auch die aktuellen Pisteninfos von bis zu fünf Lieblings-Skigebieten zumailen lassen. Und wer sich beim Skiausflug nicht im Schneechaos auf der Autobahn stauen möchte, sollte vielleicht vorher www.unwetterzentrale.de anklicken und sich erkundigen, ob Schneestürme oder Eisregen bevorstehen . . .

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