Özil-Rücktritt: Jetzt reagiert der DFB

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"Leg' nie alle Eier in denselben Korb!"

- David Swensen verwaltet ein Stiftungsvermögen von 15 Milliarden US-Dollar. Doch nicht nur das: Als "Chief Investment Officer" der amerikanischen Universität Yale erwirtschaftet Swensen seit 20 Jahren im Durchschnitt traumhafte Renditen von 16 Prozent. Im Audimax der TU berichtete Swensen vergangene Woche von seiner Arbeit -­ und gab sich betont bescheiden: "Was ich mache, ist eigentlich ganz einfach", sagte er.

Swensens erster Grundsatz: "Leg‘ nie alle Eier in denselben Korb!". Sein "wichtigstes Werkzeug": die "Diversifikation". Swensen investiert in ganz unterschiedliche Werte. Das Vermögen der Uni Yale hat der ehemalige Wall- Street-Broker außer in Aktien unter anderem in Immobilien, Öl und der Holzwirtschaft angelegt.

Als David Swensen 1985 nach Yale kam, war das noch anders. "Was ich damals sah, hat mich nicht zufriedengestellt", erinnerte sich der 52-Jährige auf dem Podium im Audimax. Den Großteil ihres Vermögens investierte die Hochschule im US-Staat Connecticut seinerzeit in amerikanische Aktien und Anleihen ­ und war damit weitgehend abhängig vom Auf und Ab des US-Marktes.

Mit einem rund 20-köpfigen Team hat Swensen das Anlage-Portfolio von Yale erweitert. Die Universität investiert jetzt unter anderem in Hedge Fonds und Beteiligungskapital. Die Strategie scheint aufzugehen. In diesem Jahr erzielte Yale eine Rekord-Rendite von 22,5 Prozent ­ und übertrumpfte damit den 16,7-prozentigen Ertrag der Universität Harvard deutlich.

So interessiert das TU-Publikum Swensens Vortrag auch aufnahm, an seinem Konzept orientieren kann sich die Münchner Hochschule kaum. "Unseren Vorstellungen entspräche das zwar schon", sagte Professor Arnulf Melzer, Fundraising-Beauftragter an der TU. "Allerdings sind wir gegenüber den Amerikanern leider einen ganz weiten Schritt zurück."

Deutsche Hochschulen könnten sich in punkto Geldanlagen längst nicht so frei bewegen wie amerikanische. "Wir sind an den staatlichen Haushalt gebunden", erläuterte Melzer. Eine Stiftung zu gründen, sei einer Hochschule zwar erlaubt, doch dürfe das Vermögen nur in konservativen Werten angelegt werden.

Was die Technische Universität München unter den gegebenen Bedingungen im Fundraising, dem Einwerben von Geld, leiste, sei gleichwohl beachtlich, betonte Melzer. Das habe ihm auch David Swensen bestätigt, erzählte der Fundraising-Bevollmächtigte nicht ohne Stolz: "Wir haben zusammen zu Mittag gegessen, und Swensen hat gesagt: ,Herr Melzer, was Sie gemacht haben, ist toll’."\-\x0c

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