Die Lehrerbildung vernetzen

- Mit einem neuen Lehrerbildungszentrum will die Ludwig-Maximilians-Universität die Ausbildung angehender Pädagogen an den einzelnen Fakultäten unter einem Dach vernetzen und so effektiver gestalten. Heute wird das "LBZ" offiziell von Kultusministerin Monika Hohlmeier eingeweiht. Seine Arbeit hatte es schon im November aufgenommen.

"Das Lehrerbildungszentrum ist die ideale Stelle, um bisher getrennt laufende Dinge zu bündeln", erklärt Prorektorin Prof. Friederike Klippel. Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung soll das LBZ die Kommunikation zwischen jenen Fakultäten verbessern, an denen Lehrer ausgebildet werden, und deren Arbeit koordinieren.<BR><BR>Rund 6000 Lehramtsstudenten sind derzeit an 16 Fakultäten der LMU eingeschrieben. "Angehende Lehrer studieren zwei Fächer und dazu noch Erziehungswissenschaften, sie sind möglicherweise also an drei Fakultäten", beschreibt Klippel. "Zugleich wissen die Lehrenden oft nicht, was die Kollegen an anderen Fakultäten machen." Hier soll das LBZ Abhilfe schaffen. Dadurch, dass Lehrende und Forschende erfahren, woran ihre Kollegen gerade arbeiten, ergeben sich ganz neue "Synergie-Effekte", meint die Prorektorin.<BR><BR>Zu diesem Zweck werde das LBZ Projekte aus allen Fachrichtungen sammeln und im Internet veröffentlichen, erklärt Geschäftsstellen-Leiter Richard Sigel. Außerdem sollen Kooperationen mit Schulen für bestimmte Projekte - etwa zur Förderung der Lesekompetenz - entstehen.<BR><BR>Ein fünfköpfiger Vorstand aus Professoren verschiedener Fachrichtungen leitet das LBZ und verteilt in monatlichen Sitzungen dessen Aufgaben. Einmal im Semester kommen alle 70 Mitglieder zusammen, zu denen neben Vertretern aller Schularten unter anderem Elternverbände, Schüler und Wirtschaftsvertreter zählen.<BR><BR>Mittelfristig hat das Lehrerbildungszentrum ein weiteres Aufgabenfeld im Visier: die Weiterbildung von Lehrern. "Das ist eine der kommenden Aufgaben für Universitäten, der wir uns auch stellen müssen", kündigt Klippel an.<BR><BR>Lehrerbildung auch an der TUM<BR>Seit 2002 gibt es ein Zentralinstitut für Lehrerbildung und -fortbildung an der Technischen Universi-tät München (TUM). Es hat die Aufgabe, die naturwissenschaftlich-technische Lehrerbildung an der TUM im Hinblick auf den Bologna-Prozess zu reformieren. Unterstützt von Kultusministerin Monika Hohlmeier schafft das Institut nun eine Professur für Gymnasialpädagogik. Sie soll dabei helfen, Didaktikmethoden für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht zu entwickeln.<BR> 

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