+
Quietschbunt und mit Widgets wie einer Uhr am Bildschirmrand: Windows Vista von 2007 wird Anfang April von Microsofts Supportliste geworfen. Ab dann gibt es keine Updates mehr. 

Neuigkeiten

Letztes Update für Windows Vista: Auf neue Version wechseln

Köln - Windows Vista geht in Rente. Am 11. April beendet Microsoft nach zehn Jahren den Support für das vielgescholtene Betriebssystem. Wer es noch nutzt, sollte auf Nachfolgersysteme umsteigen - oder setzt sich künftig größeren Sicherheitsrisiken aus.

Besonders populär war Windows Vista nie. Trotz vieler Neuerungen erwies sich der Vorgänger Windows XP von 2001 als deutlich haltbarer. Noch heute ist es nach Zahlen von Netmarketshare auf knapp jedem zwölften Desktop-Rechner installiert.

Windows Vista von 2007 kommt gerade einmal noch auf 0,78 Prozent Marktanteil. Nun schickt Microsoft Vista endgültig in Rente. Am 10. April wird das letzte Update ausgeliefert. Am Folgetag endet laut der Lebenszyklus-Übersicht von Microsoft der erweiterte Support für Vista. Ähnlich wie schon seit 2014 bei Windows XP werden ab dann Sicherheitslücken oder technische Fehler nicht mehr korrigiert, und es gibt keine neuen Funktionen mehr. Wer Vista weiter nutzt, setzt sich laut dem Verband der Internetwirtschaft (eco) einem hohen Sicherheitsrisiko aus.

Der eco rät zum schnellen Umstieg auf neuere Windows-Versionen wie Windows 10. Aber auch die älteren Windows 7 oder 8.1 kommen infrage. Vor allem für ältere Rechner - und auch dann, wenn Nutzer nicht gleich doppelt umsteigen müssen. Ein direktes Update von Windows Vista auf Windows 10 ist nämlich nicht möglich. Umsteiger müssten zunächst Windows 7 oder 8.1 installieren und dann Windows 10.

Entscheiden sich Computernutzer für Windows 7, gibt es noch bis zum 14. Januar 2020 frische Sicherheits-Updates, Windows 8.1 wird laut Microsoft noch bis Januar 2023 technisch aktuell gehalten.

Neben Sicherheitsaspekten gibt es einen weiteren Grund, alten Windows-Versionen den Rücken zu kehren: Auch viele Softwarehersteller entwickeln ihre Produkte nicht mehr für den Einsatz auf Windows XP oder Vista. Mozilla etwa, Entwickler des Firefox-Browsers oder der E-Mail-Software Thunderbird, wird die betagten Windows-Versionen ab September nicht mehr berücksichtigen. Auch Spiele-Entwickler Blizzard will XP und Vista bis Jahresende von seiner Plattform werfen. Titel wie "World of Warcraft", "StarCraft II", "Diablo III", "Hearthstone" und "Heroes of the Storm" sollen dann nicht mehr mit diesen Betriebssystemen funktionieren.

Übersicht Windows Lebenszyklen

Betriebssystemübersicht von Netmarketshare

Mitteilung von Blizzard

Mitteilung von Mozilla (Englisch)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Facebook Container isoliert auch Instagram und Messenger
Mehr Daten-Kontrolle gewünscht? Der Firefox Browser bietet seinen Nutzern dafür den Facebook Container an. Der Tracking-Schutz ist nun auf Instagram, WhatsApp und den …
Facebook Container isoliert auch Instagram und Messenger
BGH schafft Klarheit: Werbeblocker im Internet zulässig
Im Web wird nahezu jede Seite von Werbung begleitet. Werbeblocker versprechen Abhilfe. Die Programme unterdrücken Werbeeinblendungen und sorgen bei Anbietern …
BGH schafft Klarheit: Werbeblocker im Internet zulässig
„PES“ verliert Rechte - Gibt es im neuen FIFA 19 die Champions League? 
Das wäre ein echter Leckerbissen für alle Fans des Fußball-Videospiels FIFA: Da die Uefa und Konami zum Ende der Saison getrennte Wege gehen, könnte sich Electronic Arts …
„PES“ verliert Rechte - Gibt es im neuen FIFA 19 die Champions League? 
Android Oreo bietet Nachtlicht und Bild-in-Bild
Er verspricht mehr Entspannung für die Augen und einen besseren Schlaf: der Nachtmodus für den Bildschirm. Viele Geräte haben diese Funktion bereits. Auch beim …
Android Oreo bietet Nachtlicht und Bild-in-Bild

Kommentare