Loch in der Isolierung: "Rosetta" bleibt am Boden

- Kourou - Ein Loch in der Raketenisolierung hat am Freitag den Start der europäischen Kometenmission "Rosetta" erneut verhindert.

<P>Das etwa zehn Zentimeter große Kunststoffteil sei vermutlich in der Nacht vom Tank der Trägerrakete Ariane 5 abgefallen, sagte Arianespace-Projektmanager Hans Zeller am Freitag bei der Europäischen Raumfahrtskontrollstation (ESOC) in Darmstadt. Bereits am Donnerstag war der Start wegen widriger Winde abgesagt worden. Ein neuer Versuch soll Anfang kommender Woche angesetzt werden.</P><P>Als Ursache des Schadens vermuten Wissenschaftler die Leerung des Tanks. Dieser kühlt sich durch das Gemisch aus flüssigem Sauerstoff und Wasserstoff auf rund minus 200 Grad Celsius ab. "Das Material wird bei jedem Tankvorgang extrem belastet", sagte Zeller. Im Falle eines Starts hätte sich am Leck Eis bilden können. "Das kann sich im Flug lösen und wichtige Raketenteile beschädigen." Für die Reparatur müssten Techniker und Ersatzteile aus Europa eingeflogen werden.</P><P>"So ein Problem kann jederzeit auftreten. Die Mission ist damit nicht gefährdet", erklärte der Technische Direktor der Europäischen Weltraumagentur (ESA), Gail Winters. Die Sonde könne bis zum 17. März starten. In diesem Zeitraum könne Ariane 5 fünf weitere Startversuche unternehmen. Der Abflug sei jeden Tag um 8.36 Uhr (MEZ) möglich.</P>

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