Lycos Europe beim operativen Ergebnis tiefer in den roten Zahlen

Der Internetdienstleister Lycos Europe ist in den ersten neun Monaten 2007 operativ tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) belaufe sich auf 36,4 Millionen Euro, nach nur 7,9 Millionen Euro Minus im Vorjahreszeitraum.

Das teilte die Bertelsmann-Beteiligung mit Sitz im niederländischen Haarlem am Dienstag in Gütersloh mit. Unter dem Strich blieb nach einem Beteiligungsverkauf ein Überschuss von 44,1 Millionen Euro nach 6,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wegen der Kosten für eine Produkt- und Marketingoffensive rechnet das Unternehmen auch im vierten Quartal mit einem operativen Verlust.

"Wir haben rückläufige Umsätze in der Werbung", erklärte Vorstandschef Christoph Mohn. Dazu kämen Investitionen in neue Produkte, bei Lycos IQ sei es ein "einstelliger Millionenbetrag" gewesen, sagte Mohn. Im Gesamtjahr rechnet Lycos Europe nach Mohns Worten ebenfalls mit einem operativen Minus. Der Umsatz werde auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2006 mit rund 82 Millionen Euro liegen. In den ersten drei Quartalen blieben die Erlöse auf der Höhe des Vorjahreszeitraums. Das deutsche Internetzugangsgeschäft mit gut 30 000 DSL-Kunden werde in einem Paket für rund 1,9 Millionen Euro an Freenet verkauft, sagte der Vorstandschef.

Das Unternehmen beschäftigt gut 700 Mitarbeiter und erreicht nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Internetnutzer. Die Aktie des Unternehmens sank am Vormittag an der Frankfurter Börse um zwei Prozent auf 0,49 Euro.

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