Magazin: Siemens erwägt Teilverkauf von IT-Sparte

München - Der Siemens-Konzern erwägt laut einem Pressebericht einen teilweisen Verkauf seiner IT-Sparte SIS. Konzernchef Peter Löscher denke darüber nach, das Geschäft mit externen Kunden abzustoßen, berichtete das "manager magazin" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe.

Alternativ sei auch die Einbringung dieses Geschäfts in das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu- Siemens Computers möglich. Ziel sei es letztlich, so berichtet das Magazin, SIS als rein konzerninternen IT-Dienstleister aufzustellen. Eine endgültige Entscheidung sei aber nicht gefallen.

Ein Siemens-Sprecher wollte sich nicht direkt zu dem Artikel äußern, sagte jedoch, vor dem Hintergrund des Konzernumbaus in die drei Sektoren Industrie, Energie und Medizintechnik sei auch eine "Nachschärfung der entsprechenden Aktivitäten der SIS" geboten. Vergangene Woche habe es dazu ein weiteres Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern gegeben. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen wurde dabei aber nicht über einen Verkauf diskutiert. Es sei darum gegangen, das externe und das interne Geschäft organisatorisch stärker voneinander zu trennen. Laut den Kreisen macht SIS etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Kunden außerhalb des Konzerns.

Siemens IT Solutions and Services (SIS) hieß früher Siemens Business Services (SBS) und gehörte zu den Sorgenkindern im Konzern. Im zuletzt dritten Geschäftsquartal setzte die Sparte knapp 1,3 Milliarden Euro um und verdiente operativ 64 Millionen Euro. Mit einer Rendite von 5,1 Prozent gehört sie zu den margenschwachen Konzernteilen, erfüllte aber die Vorgabe von Konzernchef Löscher. Geplante Stellenstreichungen wurden jüngst zurückgestellt und sollen einer umfassenden Überprüfung unterzogen werden.

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