Magnetismus im Detail

- Er ist jeden Morgen der Erste im Physik-Department auf dem Garchinger Campus der Technischen Universität München (TUM). Kurz nach sechs Uhr in der Früh sperrt Prof. Peter Böni die Türen des Departments auf.

<P>"Ungestörter kann man hier nicht arbeiten als zu dieser Zeit", meint der Physiker.<BR>Seit dem Jahr 2000 ist der Schweizer nun in München und hat ein Büro mit direktem Blick auf den neuen Forschungsreaktor (FRM II). Noch muss er den Reaktor vor allem von außen betrachten, aber es drängt ihn schon in die Experimentierhallen.<BR></P><P>Die Neutronenquelle FRM II, die Peter Böni als "zur Zeit die Beste der Welt" bezeichnet, ist einer der Gründe, warum es ihn nach München gezogen hat. Mit den langen Verzögerungszeiten bis der Reaktor jetzt endlich seinen Probebetrieb aufnehmen konnte, hatte auch er nicht gerechnet. Doch Mitte Dezember wird die Neutronenquelle nun endlich "kritisch". Ab diesem Zeitpunkt findet eine Kettenreaktion, bei der im Reaktor Neutronen entstehen, statt. Böni und sein Team rechnen damit, dass sie Ende Mai mit ihren Experimenten, für die sie die Neutronen benötigen, beginnen können.<BR></P><P>Der Schwerpunkt der Forschung von Peter Böni ist der Magnetismus. Magnetische Materialien sind in vielen technischen Anwendungen wie zum Beispiel der Computertechnologie und Antriebstechnik, nicht mehr wegzudenken. Für die Physiker ist es daher wichtig, Wechselwirkungen, die zu bestimmten magnetischen Eigenschaften führen, im Detail zu verstehen. Besonders interessiert sich Bönis Arbeitsgruppe für das Verständnis der elektronischen Wechselwirkungen, die zu vielfältigen magnetischen Ordnungsphänomenen in Materialien, zum Beispiel in Kristallen, führen können.<BR></P><P>Parallel dazu beschäftigt sich das Team mit den Wechselwirkungen von magnetischen Schichten auf atomarer Größenebene. Diese Grundlagenforschung ist wichtig für die Erweiterung der Speicherkapazitäten und Rechenleistung von Computern.<BR></P><P>Im nächsten Jahr werden Peter Böni die Neutronen des FRM II wohl mehr Aufschluss über die atomaren Phänomene verschaffen, dann muss er den Reaktor auch nicht mehr so oft nur von außen betrachten. <BR></P>

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