Manager der wachsenden Datenflut

- Zukunftsorientierte Forschung, die sich im Ergebnis auch wirtschaftlich verwerten lässt, das ist das Ziel der Bayerischen Forschungsverbünde, von denen es derzeit 18 gibt. Zusammengeschlossen haben sie sich in der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Forschungsverbünde abayfor. Gefördert werden sie teils von der Bayerischen Forschungsstiftung, teils vom Wissenschaftsministerium. Wir stellen diese Verbünde vor, da durch sie die Hochschulforschung unterstützt wird. Heute: FORWISS. Informatiker verstehen unter "Wissensmanagement" mehr als nur die Speicherung von Daten in digitalen Systemen. "Wissensmanagement" ist für sie unter anderem auch die Auswertung von digitalen Bilderserien, wie es sie in der Medizintechnik oder der Automobilindustrie gibt.

<P>Wenn man bei einem Patienten eine medizinische Untersuchung wie etwa EEG und Blutwerteuntersuchungen parallel durchführt und die Ergebnisse in Kombination betrachten möchte, dann fällt eine riesige Informationsflut an. Mit ihr kann man ein einheitliches Bild einer Erkrankung darstellen und Behandlungsmethoden gezielt einsetzen.<BR><BR>Ein solches System funktioniert aber nur, wenn man die Datenansammlungen mit der richtigen Software verwaltet. Dies hat sich das Bayerische Forschungszentrum für Wissensbasierte Systeme (FORWISS) zur Aufgabe gemacht. "FORWISS ist ein Forschungszentrum, in dem die Wissenschaftler der einzelnen Projektgruppen unabhängig arbeiten, aber untereinander ein Netzwerk unterhalten, um über Problemlösungen zu diskutieren", sagt Ute Berger, die ehemalige Geschäftsführerin von FORWISS. Leiter des Forschungsverbundes ist Professor Bernd Radig von der Technischen Universität München. <BR><BR>"Zusammen mit der Wirtschaft, die sich zu einem Großteil finanziell an den Projekten beteiligt, entwickeln die FORWISS-Ingenieure, Naturwissenschaftler und Betriebswirte Software-Systeme, die modernes Wissensmanagement technisch unterstützen und die wachsende Informationsflut beherrschen helfen", erklärt Berger.<BR>Ihre Industrie-Partner finden die FORWISS-Datenexperten vor allem in der Medizintechnik, der Autoindustrie und dem Dienstleistungsgewerbe. Sechs Forschergruppen sind unter FORWISS zurzeit zusammengefasst. <BR><BR>Ausgehen wird den Informatikern die Arbeit so schnell nicht, denn "die Informationsflut wird in Zukunft noch weiter wachsen", ist sich Berger sicher. <BR><BR>Internet: www.forwiss.de.<BR></P>

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