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Wer glaubt, mit dem Schließen von Apps spare man Strom, ist auf dem Holzweg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Manuelles Beenden von Apps schont Smartphone-Akku nicht

Für viele Smartphone-Nutzer ist es Gewohnheit. Sie schließen nicht genutzte Apps selbst. Strom spart man so aber nicht, sagen Experten.

Berlin (dpa/tmn) - Wisch und weg: Viele Smartphone-Nutzer beenden nicht genutzte Apps regelmäßig selbst. Sie glauben, ihren Akku damit zu schonen. Dabei hat das überhaupt keinen stromsparenden Effekt, wie Mitarbeiter von Google und Apple im Netz erklären.

Manuelles Schließen von Apps hat bei Android und iOS keine Effekte auf die Batterie. Im Gegenteil: Die im Hintergrund schlummernden Programme von Hand zu beenden, kann sich sogar leicht negativ auf den Akku auswirken, schrieb ein Google-Entwickler bei Twitter.

Yasmin Vetterl vom Magazin "Chip" erklärt das Phänomen genauer: Demnach geht eine App, die längere Zeit nicht genutzt wird, in eine Art Wartemodus. "Im Hintergrund verbraucht sie dann keine Energie." Macht man sie erneut auf, benötigt sie dafür weniger Strom als bei einem kompletten Neustart. Der ist nötig, wenn die App vorher händisch geschlossen wurde.

Die Algorithmen der Betriebssysteme können in der Regel besser einschätzen, wann es sinnvoll ist, eine App zu schließen oder diese im Hintergrund ruhen zu lassen. Das System sei auch dafür da, laufende Apps zu managen, damit seine Nutzer das nicht selbst machen müssen, twitterte der Google-Fachmann.

Darf man deshalb nicht genutzte Apps nie schließen, weil das Akkuenergie kostet? Yasmin Vetterl sieht das nicht so streng: "Das bringt, wenn überhaupt, nur marginale Stromersparnisse." Wer möchte, kann also darauf verzichten und das System arbeiten lassen. Wer aber gerne nicht genutzte Apps selbst wegwischt, kann das weiterhin tun.

Tweets von Google-Entwickler Hiroshi Lockheimer

Bericht auf wired.com

Bericht auf 9to5mac.com

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