Mathematik international

- Der Trend zu international anerkannten Hochschul-Abschlüssen ist ungebrochen. Auch an den Münchner Hochschulen schießen immer mehr Studiengänge aus dem Boden, die zu einem Bachelor oder Master führen. Unsere Serie stellt diese - oftmals noch jungen - Studienangebote vor. Seit Wintersemester 2001/2002 gibt es an der LMU ein internationales Master-Studium in Mathematik.

<P>Vor allem an ausländische Studenten richtet sich das viersemestrige Studium. "Die Grundidee dahinter ist es, Leute aus dem Ausland an die Münchner Uni zu holen", so Fachstudienberater Walter Farkas. Grundsätzlich steht der Master aber auch deutschen Studenten offen. Weil alle Lehrveranstaltungen auf Englisch gehalten werden, müssen Bewerber hier gute Kenntnisse nachweisen (TOEFL-Test mit 207 Punkten).</P><P> Zum Lehrinhalt gehören je zwei Vorlesungen in Angewandter und Reiner Mathematik. Außerdem besuchen die Studenten Vorlesungen in einem Spezialgebiet der Mathematik und einem Nebenfach wie etwa Informatik.</P><P> Den Weg zum internationalen Mathematik-Master öffnet den Bewerbern ein Mathematik-Diplom oder -Bachelor mit gutem oder sehr gutem Abschluss. Auch wer nicht in Mathematik sondern in einem verwandten Fach wie Physik einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss gemacht hat, kann in den Master einsteigen, muss dafür aber einen Mathematik-Test, die so genannte "Graduate Record Examination" bestehen.</P><P> Die Betreuung der ausländischen Studierenden habe einen besonders hohen Stellenwert, wie Farkas betont. Um sie in das deutsche Studentenleben einzuführen und ihnen auch Behördengänge zu erleichtern, werden die ausländischen Neuankömmlinge im ersten Semester von Tutoren begleitet. "Diese Tutoren sind Vermittler zwischen den ausländischen Studierenden und uns Dozenten", so Farkas, "ihre Aufgabe beginnt schon mit dem Abholen der Ausländer am Flughafen."</P><P> Die Betreuung setzt sich in kostenlosen Deutschkursen für die ausländischen Studenten fort. Im ersten Master-Jahr erhalten sie wöchentlich zwölf bis 16 Stunden Unterricht, der hauptsächlich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert wird.</P><P> "Der Deutsch-Unterricht soll den Studenten auch die Möglichkeit geben, im zweiten Jahr ihres Master-Studiums selbst als Korrektor für die Hausarbeiten anderer Studenten zu arbeiten und so auch ein wenig Geld zu verdienen", erklärt Farkas den Hintergrund.<BR></P><P>In den Semestern eins bis drei besuchen die Studierenden Vorlesungen, Seminare und Übungen, das vierte ist für die Master-Arbeit vorgesehen. Start ist jeweils zum Wintersemester, für kommenden Herbst ist der Anmeldeschluss schon vorbei. Internet-Infos zu Studienablauf und -inhalt unter www.mathematik.uni-muenchen.de/ master.</P><P>NICOLAS A. ZEITLER <BR><BR></P>

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