Medizin ist nicht Spitze

- Das Medizinstudium an Technischer Universität (TU) und Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) schneidet bei ehemaligen Studenten schlecht ab. In einer Umfrage vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) haben 5000 Medizinabsolventen von 1996 bis 2002 aus ganz Deutschland die Ausbildung an ihren Universitäten beurteilt.

Die übrigen bayerischen Medizinfakultäten rangieren im Mittelfeld. Spitzenreiter sind die neuen Bundesländer mit Jena, Leipzig, Halle und Magdeburg. Aus Sicht der befragten Mediziner kommt im Studium die Vermittlung praktischer ärztlicher Fähigkeiten und die Forschungskompetenz zu kurz. "Wir sind sehr enttäuscht über unseren schlechten Platz bei dem Ranking", sagt Professor Markus Schwaiger, Dekan der Medizinischen Fakultät der TU. Doch da seit 2002 eine neue Approbationsordnung für Ärzte gelte, entspräche das Ergebnis nicht mehr dem aktuellen Stand. "Wir haben das Studium seitdem so umstrukturiert, dass die praktische Ausbildung in kleinen Gruppen forciert wird", betont Schwaiger. Die Studie habe mahnenden Charakter für die medizinische Fakultät, aber man dürfe nicht vergessen, dass nur eine geringe Zahl an ehemaligen Studenten befragt worden sei, sagt Schwaiger. Das bestätigt Gero Federkeil vom CHE und nennt Zahlen: "352 Absolventen der LMU, 144 von der TU sind befragt worden". Laut der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze beginnen 800 Studenten pro Jahr ihr Medizinstudium in München. Kleinere Fakultäten haben oft insgesamt nur diese Zahl an Medizinstudenten. "Das schlägt sich natürlich in der Bewertung nieder", meint Schwaiger. An einem großen Campus wie dem der TU könne nur schwer die familiäre Atmosphäre aufgebaut werden, die an kleineren Fakultäten herrsche. Der Medizindekan der LMU war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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