Mehr Autonomie mit Leistungsüberprüfungen

- "Wie viel Staat verträgt die Hochschule?", fragten sich bei einer Podiumsdiskussion des "Forum Maximilianeum" Politiker, Professoren und ein Studentensprecher. "Um eine große Zahl qualifizierter Absolventen an den Hochschulen auszubilden, muss in Zeiten der Budgetkürzung die Eigenverantwortung der Hochschulen gestärkt werden", meinte Ludwig Spaenle, Vorsitzender des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur des Bayerischen Landtags.

<P>Mehr Autonomie in Lehre und Forschung bedeute aber gleichzeitig, dass die "Vollkasko-Mentalität der Hochschulen" abgelegt werde. "Im Klartext: Die Hochschulen müssen Leistungsüberprüfungen zulassen", stimmte Prof. Marion Schick, Präsidentin der Fachhochschule München, dem Abgeordneten zu. Evaluierung von Forschung und Lehre sei auch die Grundlage für einen qualitativ hohen Leistungsstandard am Unternehmen Privathochschule, erklärte auch Prof. Hein Kötz, ehemaliger Präsident der Bucerius Law School Hamburg. </P><P>"Doch bilden private Hochschulen nur einen Bruchteil aller Studenten aus", hielt Andrea Nahles, Mitglied des Bundesvorstandes der SPD und Doktorandin der Uni Mainz, dem entgegen. Die staatlichen Hochschulen, die auf breiter Basis ausbilden müssten, damit das im Grundgesetz verankerte Recht auf Bildung gewahrt bleibe, könnten Qualität viel schwerer realisieren. </P><P>Man könne doch an staatlichen Hochschulen gebührenpflichtige oder über Drittmittel finanzierte Zusatzqualifikationen anbieten, um so die Ausbildung von staatlichen Elitestudenten zu forcieren, schlug Prof. Joachim Hagenauer vom Lehrstuhl für Nachrichtentechnik der TUM vor. An der TUM werde das bereits erprobt. </P><P>"Dabei darf aber das Vertrauen der Studenten in ihre Hochschule nicht durch kurzsichtige Planungen erschüttert werden", wandte sich der Jurastudent Georg Seitz gegen die neuen pauschalen Studiengebühren, die offiziell Verwaltungsgebühren genannt werden. Fazit aller Beteiligten: Das "Problemkind" Hochschule kann nur durch intensiven Gedankenaustausch und großes Engagement aller Angehörigen und Bildungspolitiker in eine bessere Zukunft geführt werden.<BR> </P><P> </P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

"Final Fantasy XV" kommt 2018 auf den PC
Das japanische Action-Rollenspiel "Final Fantasy XV" passt sich neuen technischen Möglichkeiten an. Ein neuer Kameramodus bringt den Spieler noch näher ans Geschehen. Zu …
"Final Fantasy XV" kommt 2018 auf den PC
"Jurassic World Evolution" erscheint im Sommer 2018
Auch wenn sie bereits seit Jahrtausenden ausgestorben sind, lösen Dinosaurier auch heute noch eine große Begeisterung aus. Computer- und Konsolenspieler können sich bald …
"Jurassic World Evolution" erscheint im Sommer 2018
Medion bringt neue Komplett-PCs und Notebooks für Gamer
Passionierte Gamer haben an ihre Geräte hohe Ansprüche. Das wissen auch die Hersteller. Medion wartet zur Gamescom mit zwei aufgerüsteten PCs und einem grafikstarkem …
Medion bringt neue Komplett-PCs und Notebooks für Gamer
Inseln gegen den grauen Alltag: Computerspiele aus Mainz
Rolf, Björn, Claudia und Frank entwickeln interaktive Bildschirmwelten. Vor der Gamescom-Messe in Köln gibt es viel zu tun für das Quartett im Mainzer Studio Ubisoft …
Inseln gegen den grauen Alltag: Computerspiele aus Mainz

Kommentare