Mehr Geld für Bücher und Tutoren

- Für das Sommersemester müssen Studenten in Bayern erstmals Studiengebühren zahlen. Bis zu 585 Euro inklusive Studentenwerks- und Verwaltungskostenbeitrag sind ab April zu berappen. Die Münchner Hochschulen wissen allerdings immer noch nicht genau, wohin mit dem Geldsegen. Eilig einberufene Kommissionen erarbeiten Vorschläge. Denn jeder Fakultät steht je nach Zahl der Studenten ein Teil der Studiengebühren zu.

An der Technischen Universität München (TUM) sind die Gremien aus Studenten und Professoren gerade in der heißen Phase. Bis Ende dieser Woche müssen die Studienfakultäten ihre Vorschläge überarbeiten. "Ich hoffe, dass alle ihre Hausaufgaben gemacht haben", sagt Petra Kleiner, Studentenvertreterin im Senat der TUM. In einer ersten Sitzung vor Weihnachten waren Vorschläge abgelehnt worden, weil sie nicht den Regeln des Qualitätsmanagements entsprochen hatten. Die Fakultäten der TUM wollen mit den Geldern mehr Tutorien und Exkursionen anbieten oder die Studenten für Auslandsaufenthalte vorbereiten.

Auch an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) bestimmen die Studenten paritätisch mit, wie ihr Geld eingesetzt werden soll. Laut LMU-Sprecherin Luise Dirscherl kommt ein Teil der 300 Euro pro Semester der Bibliothek zugute. Hier steht für verlängerte Öffnungszeiten mehr Personal zur Verfügung, die Studienliteratur soll erweitert werden. "Außerdem sollen die Hörsäle besser ausgestattet werden", sagt Dirscherl. Die Fakultäten der LMU wollen ihren Anteil hauptsächlich für wissenschaftliche Hilfskräfte und Tutoren ausgeben.

Die Fachhochschule München lässt sich in Sachen Qualitätsmanagement noch beraten. Eine endgültige Entscheidung, wie die Gelder verwendet werden sollen, ist laut FH-Sprecherin Christina Kaufmann erst Mitte März zu erwarten. Dann, wenn die Studenten ihr erstes gebührenpflichtiges Semester bereits begonnen haben.

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