Mehr Informatiker, weniger Maschinenbauer

- Die Zahl der Hochschulabsolventen ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent gestiegen. Mehr als 200 000 Studenten schlossen ihr Studium an deutschen Hochschulen erfolgreich ab, fast die Hälfte davon waren Frauen.

<P>Das Studium der Ingenieurwissenschaften jedoch verliert in Deutschland bei den Studenten immer mehr an Attraktivität. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover veröffentlicht hat. "Wir beobachten eine Stagnation der Neueinschreibungen von Studenten bei klassischen Ingenieurfächern wie dem Maschinenbau und der Elektrotechnik", sagt Karl-Heinz Minks vom HIS.<BR><BR>"Zwar steigen die Studentenzahlen, die Einschreibungen für die Ingenieursfächer bleiben aber schon seit den 90er Jahren auf demselben Niveau", erläutert Minks. "Die Folge davon wäre ein Ingenieursmangel in den nächsten Jahren, den man ausgleichen könnte durch Zuwanderung aus osteuropäischen Ländern, deren Universitäten sehr gute Absolventen ausbilden", erklärt Minks. <BR><BR>Die Schuld geben die HIS-Demoskopen der mangelhaften Ausschöpfung der unter Frauen vorhandenen technischen Interessen und dem Fehlen einer technischen Allgemeinbildung an Schulen.<BR><BR>Dazu kommen veraltete Technikleitbilder, zu wenig Attraktivität des Ingenieurstudiums insbesondere im Grundstudium, aber auch der schlechte Ruf des Ingenieurberufes als Aufstiegsberuf.<BR><BR>"Auch das rasante Wachstum der Informatik, die eine immer bedeutendere Rolle innerhalb technischer Systeme einnimmt, hat Potenziale von den klassischen Ingenieurstudiengängen abgezogen", sagt Minks.<BR><BR>An der Technischen Universität München (TUM) pendeln die Neueinschreibungen für Maschinenbau und Elektrotechnik jedoch jedes Jahr um die gleichen Werte.<BR><BR>An der Fachhochschule München (FHM) reguliert man seit letztem Jahr die Bewerberzahlen in der Informatik. Hier wurde eine Eignungsprüfung eingeführt und so die Bewerberzahlen eingedämmt. Im Maschinenbau stößt die FHM jedoch seit Jahren immer wieder an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit.<BR></P>

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