Mehr Professorinnen

- Die CSU im Bayerischen Landtag will den Anteil der von Frauen besetzten Professuren an den Hochschulen erhöhen. In einem Antrag schlägt die Fraktion vor, die Frauenförderung durch finanzielle Anreize für Hochschulen attraktiver zu machen.

So sollen künftig zehn - statt wie bisher fünf - Prozent der Geldmittel, die die Hochschulen im Freistaat insgesamt für Forschung und Lehre erhalten, abhängig von der Förderung von Wissenschaftlerinnen verteilt werden. "Hochschulen, die mehr für Frauen tun, sollen mehr Geld erhalten", betonte Paul Wilhelm, Vorsitzender des Hochschulausschusses, am Montag in München.<BR><BR>Der Frauenanteil bei den Professuren in Bayern beträgt derzeit 7,5 Prozent und liegt damit noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von elf Prozent. <BR><BR>Eine Ursache für die niedrige Quote sieht der CSU-Bildungspolitiker Ludwig Spaenle in der Praxis der "Selbstrekrutierung": "Akademische Netzwerke sind nach wie vor männlich dominiert."<BR><BR>Die Leitungsgremien der Hochschulen sollen dem Antrag zufolge künftig Zielvereinbarungen mit den Fachbereichen abgschließen, die die interne Mittel-Verteilung an die Förderung von Frauen koppeln. Wichtig sei es auch, eine akademische Laufbahn und die Gründung einer Familie besser in Einklang zu bringen.<BR><BR>Hochschullehrerstellen auf Teilzeit für Mütter<BR> <BR> So sollen etwa Teilzeit-Professuren auch Müttern die Tätigkeit an einer Hochschule ermöglichen, forderte Hochschulausschuss-Mitglied Ursula Männle. Zudem sollten die Kindergärten der Studentenwerke für Kinder von Hochschul-Mitarbeitern geöffnet werden. Derzeit dürfen dort nur Kinder von Studenten betreut werden.<BR><BR> Diejenige Hochschule, die den Gleichstellungsauftrag am besten umsetzt, will Wissenschaftsminister Hans Zehetmair dieses Jahr erstmals mit einem Preis auszeichnen.<BR><BR>Die SPD-Fraktion bemängelte indes, die CSU nehme in ihrem Antrag schon längst bekannte Vorschläge der Opposition auf. Vorstöße der Sozialdemokraten für eine effektive Frauenförderung habe die CSU in der Vergangenheit jedoch stets abgelehnt.<BR>

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