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Mozilla will Sicherheitslücken bei Firefox-Add-ons verhindern: Neue Erweiterungen sollen künftig nur installiert werden können, wenn die Stiftung sie vorher geprüft hat. Foto: Jan-Philipp Strobel

Mehr Sicherheit

Firefox-Erweiterungen mit Signaturen

Berlin - Noch vor dem Sommer wird die digitale Signatur durch Mozilla zur Pflicht für alle Add-ons des Firefox-Browsers. Die Stiftung will damit Sicherheitsprobleme verhindern, die durch einige der kleinen Helferprogramme verursacht werden.

Der offene Internetbrowser Firefox wird etwas weniger offen. Mozilla will Sicherheitsprobleme bei Erweiterungen für den beliebten Browser bekämpfen. Neue Add-ons sollen künftig nur noch installiert werden können, wenn sie vorher von der Stiftung digital signiert wurden. Dazu müssen die Entwickler sie bei Mozilla einreichen. In einem automatisierten Verfahren soll dann ermittelt werden, ob sie möglicherweise schädliche Prozesse auf dem Computer ausführen.

Die von zahlreichen Hobbybastlern und professionellen Entwicklern programmierten Erweiterungen, die Firefox zahlreiche Zusatzfunktionen ermöglichen, sind ein zentraler Teil des Browsers. Allerdings haben viele der kleinen kostenlosen Programme in der Vergangenheit für Ärger gesorgt. Sie veränderten etwa die Startseite des Nutzers, zeigten Werbung an oder erfassten das Nutzungsverhalten. Auch die Sucheinstellungen des Browsers wurden häufig ohne Zustimmung des Nutzers verändert. Damit soll es bald vorbei sein.

Mozilla plant, noch im zweiten Quartal dieses Jahres mit dem Signieren von Add-ons zu beginnen. Nach einer Übergangszeit von drei Monaten sollen unsignierte Erweiterungen nicht mehr in Beta-Versionen und fertigen Ausgaben von Firefox installiert werden können. Ausnahmen soll es nur für die Nightly- und die Entwicklerversion des Browsers geben. Andere Produkte von Mozilla wie der E-Mail-Client Thunderbird oder das Internetpaket SeaMonkey bekommen zunächst keine Pflicht zur Signatur.

Firefox hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 40 Prozent vor Googles Chrome Browser und dem Internet Explorer.

(dpa/tmn)

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