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Vor ein paar Jahren sperrten sich viele gegen Straßenpanorama-Bilder. Einer aktuellen Umfrage zufolge hat sich das geändert. Foto: Federico Gambarini

Mehrheit für bessere Online-Panoramadienste in Deutschland

Bei der Einführung des Panoramadienstes Google Street View war die Aufregung in Deutschland groß. Nun fordert die Mehrheit der Internet-Nutzer Straßenpanoramadienste in ganz Deutschland. Allerdings fehlt dafür ein sicheres rechtliches Fundament.

Berlin (dpa) - Zwei Drittel aller Internet-Nutzer wünschen sich ein flächendeckendes Angebot von Straßenpanoramadiensten in Deutschland. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die vom IT-Branchenverband Bitkom in Auftrag gegeben wurde.

Vier von fünf Online-Anwendern in Deutschland verwenden Dienste wie Google Street View regelmäßig. Öffentlich zugängliche Straßenpanoramabilder biete hierzulande aber nur Google an - und das auch nur in 20 Städten.

"Deutschland ist bei diesen Diensten im europäischen Vergleich ein weißer Fleck" sagte der Vorstandschef des Vereins Selbstregulierung Informationswirtschaft (SRIW), Harald Lemke. Der Verband hat einen "Datenschutzkodex für Geodatendienste" formuliert, auf den sich Branchengrößen wie Google, Microsoft, Nokia, Deutsche Post und Deutsche Telekom sowie verschiedene mittelständische Unternehmen verpflichtet haben.

Google hatte vor fünf Jahren nach einer hitzig geführten öffentlichen Debatte Bewohnern und Eigentümern von Häusern ermöglicht, ihre Immobilien in den Straßenpanorama-Bildern noch vor der Veröffentlichung verpixeln zu lassen. Google-Wettbewerber wie Microsoft verzichteten danach darauf, mit eigenen Panoramadiensten auf dem deutschen Markt anzutreten, obwohl das Bundesinnenministerium eine Selbstverpflichtungserklärung der Branche als Rechtsgrundlage für Panoramadienste akzeptierte.

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