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Robert Müller war geschockt beim Erhalt seiner Handyrechnung.

Internet-Horror

SIM-Karten-Panne: Mann bekommt Rechnung über 1,6 Millionen Euro

Speyer - In 14 Tagen für 1,6 Millionen Euro im Internet surfen? Geht nicht? Geht doch! Die Geschichte eines Mannes (42) aus Speyer in Rheinland-Pfalz ist skurril und einfach unglaublich.

Seinen letzten Vertrag hatte er laut bild.de im April 2000 abgeschlossen – also vor knapp 17 Jahren. Damals kostete die Nutzung eines Megabytes (MB) Datenvolumens noch sage und schreibe 5,12 Euro. Durch den Siegeszug des Smartphones vertausendfachte sich die abgerufene Datenmenge – und wer da noch einen alten Handyvertrag hatte, dem stand eine böse Überraschung bevor.

Der 42-Jährige nutzte all die Jahre ein nicht internetfähiges Nokia 6210 und so betrug seine Handyrechnung immer nur etwa 15 Euro im Monat. Vergangenen Dezember schloss er dann einen neuen O2-Vertrag mit Internet-Flatrate und neuer SIM-Karte ab. Als die Karte ankam, steckte er sie in einen Surfstick an seinem Laptop, um Filme zu schauen. 

Er hatte jedoch einen entscheidenden Fehler begangen: Seine neue SIM-Karte war noch nicht aktiviert und somit lief der alte Vertrag mit seinen 5,12 Euro pro MB weiter - trotz der neuen SIM-Karte. Insgesamt verbrauchte er dabei rund 316 Gigabyte (GB), was wiederum 323.584 MB sind und umgerechnet über 1,6 Millionen Euro kostet.

Glücklicherweise ist der Mobilfunkanbieter auf solche Fälle vorbereitet und bietet aus Kulanz eine Preisbremse an. Diese greift bei Datennutzungskosten über 99 Euro. Der betroffene Kunde muss demnach nur diese 99 Euro plus die monatlichen Fixkosten des Vertrags begleichen. Dem Mann wurde sogar der komplette Betrag erlassen. Und seine neue SIM-Karte ist nun auch aktiviert.

kel/am

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