Mensch-Maschine-Interaktion: COSIMA berät beim virtuellen Einkauf

- Zukunftsorientierte Forschung, die sich im Ergebnis auch wirtschaftlich verwerten lässt, das ist das Ziel der Bayerischen Forschungsverbünde, von denen es derzeit 18 gibt. Zusammengeschlossen haben sie sich in der abayfor, der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Forschungsverbünde, gefördert werden sie von einzelnen Ministerien oder von der Bayerischen Forschungsstiftung. Wir stellen die Verbünde vor, in den gezielt die Hochschulforschung unterstützt wird.

<P>Heute: "Forsip". COSIMA ist verstimmt: "Sie werden hoffentlich verstehen, dass ich die Ware nicht verschenken kann", tönt die Stimme aus den PC-Lautsprechern. Dabei verschränkt die Computerfrau die Arme und schaut streng. Der Preisvorschlag, der in das entprechende Feld getippt wurde, war ihr zu niedrig.<BR><BR>Dabei war sie gerade noch guter Dinge. Denn die Suchmaschine des Verkaufsprogramms fand mehrere Produkte, die der Suchanfrage des Kunden gerecht wurden und erklärte, warum dies ein gutes Angebot wäre. <BR><BR>COSIMA ist der Prototyp eines Projektes von Forsip, (Bayerischer Forschungsverbund für Situierung, Individualisierung und Personalisierung in der Mensch-Maschine-Interaktion). Vier bayerische Universitäten und neun Forschungsgruppen sind an Forsip beteiligt. <BR><BR>"Der Computer dringt immer weiter in alle Bereiche des menschlichen Lebens ein", so Forsip-Sprecher Professor Werner Kießling von der Universität Augsburg. "Dabei haben aber viele Menschen Schwierigkeiten mit der Technik. Ein großes Ziel von Forsip ist es, den Computer an die Bedürfnisse des Menschen anzupassen." Dabei denkt der Informatiker etwa an Stimm- und Mimik-Erkennung. "Wenn der Computer mehr auf den Menschen eingehen soll, muss er auch mehr über den Menschen wissen und erkennen können, wie der sich fühlt." <BR><BR>Auf der vergangenen "Systems" in München stellten verschiedene Gruppen von Forsip in Kooperation bereits einen künstlichen Verkaufstypen vor. Dabei wurden Kunden mit Hilfe einer Kamera gefilmt, die Software übernahm die Mimik-Erkennung. Der künstliche Verkäufer konnte auch sprechen.<BR><BR>Ein weiteres Ziel von Forsip ist es, den Zugang zur Technik zu erleichtern. "Systeme könnten durch Sprachkommandos steuerbar werden", so Kießling. "Wir entwickeln einen Prototypen für eine Wohnkomfortsteuerung, mit der man etwa das Licht durch Sprachkommandos oder Bewegung an- und ausschalten kann. Für alte Leute oder Behinderte im betreuten Wohnen ist das wichtig. Wir haben auch schon Industriepartner mit an Bord." Ein Prototyp zur Beratung im Finanzbereich ist ebenfalls in Arbeit. Er soll entscheiden: Welche Rente ist je nach Lebenssituation zu empfehlen? Die Software erstellt auch einen individuellen Finanzplan. <BR></P>

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