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WhatsApp bekommt Konkurrenz von Google.

Umkämpfter Markt

Google greift WhatsApp mit neuem Android-Messenger an

Mountain View - WhatsApp gilt als der Messenger-Dienst Nummer Eins. Jetzt will Google mit einer eigenen App angreifen.

Google kämpft mit einer neuen Messenger-App für sein Smartphone-System Android gegen die Dominanz von WhatsApp und Facebook in dem Markt an. Als weitere Netzbetreiber werden die Deutsche Telekom, Orange und Globe „Android Messages“ als Standard-Anwendung für Kurzmitteilungen auf Smartphones ihrer Kunden vorinstallieren, wie der Internet-Konzern am Freitag bekanntgab. Bei einem Erfolg könnten auch die Mobilfunk-Konzerne, deren Nachfolgelösungen für die SMS bisher versagten, gemeinsam mit Google wieder einen Fuß in die Tür bekommen.

Google will „Android Messages“ generell als Standard-Messenger auf Android-Geräten etablieren. Das werden Gerätehersteller wie LG, Motorola, Sony, HTC, ZTE oder der neue Anbieter von Smartphones der Marke Nokia, HMD Global, unterstützen. Smartphone-Marktführer Samsung, der ebenfalls auf Android setzt, fehlte am Freitag in dieser Aufzählung.

Die Software basiert auf dem SMS-Nachfolgestandard

Googles Software schließt den SMS-Nachfolgestandard RCS (Rich Communication Suite) ein. Die in Deutschland auch unter dem Produktnamen „Joyn“ bekannte Technologie erweitert die SMS um Messenger-Funktionen wie Videos, Bilder oder Sprachnachrichten - entsprechende Unterstützung durch den Mobilfunk-Anbieter vorausgesetzt.

Zuvor hatte Google bereits die Teilnahe von großen Anbietern wie Sprint (USA), Rodgers (Kanada) und Telenor (Skandinavien, Osteuropa, Asien) verkündet. Nun hieß es, auch Vodafone werde Android Messages unterstützen. Mit weiteren Anbieter mit insgesamt über einer Milliarde Kunden liefen derzeit Verhandlungen.

Facebook dominiert derzeit den Messaging-Markt mit WhatsApp und seinem Facebook Messenger, die jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer haben. Apple setzt auf die Alternative iMessage, die nur auf Geräten des iPhone-Konzerns verfügbar ist. Google brachte im vergangenen Jahr zudem den eigenen Messenger „Allo“ heraus.

dpa

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