Chatten auf dem Smartphone

WhatsApp: Funktionen, Kosten und Sicherheit - Das kann der Messenger

WhatsApp hat schon mehr als eine Milliarde Nutzer. Telefonieren, chatten, Bilder verschicken - wir zeigen, was man über den Messenger wissen sollte.

  • WhatsApp zählt zu den beliebtesten Instant-Messaging-Diensten für Smartphone und PC.
  • Den Messenger-Dienst gibt es seit 2009, er wird von 1,2 Milliarden Usern genutzt.
  • Über WhatsApp werden pro Tag 60 Milliarden Nachrichten versendet.

Fast jeder kennt den Messenger WhatsApp, denn er hat Milliarden Nutzer. Auf dem Smartphone ist der Dienst für viele Nutzer kaum noch wegzudenken. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich der Anbieter im Bereich der Messenger-Dienste eine große Vormachtstellung aufgebaut. Trotzdem suchen die User auch nach Alternativen zu WhatsApp.

Wir betrachten genauer, was die App alles kann, was der Service kostet und worauf man stattdessen zurückgreifen kann.

WhatsApp Funktionen: Was kann der Messenger?

Mit WhatsApp kann man Textnachrichten an andere User versenden, also chatten. Das kann man entweder mit Einzelpersonen oder mit Gruppen über Gruppenchats. Auch das Senden von Fotos, Videos und Sprachnachrichten ist möglich. Außerdem kann man auch über WhatsApp telefonieren - per Sprach- oder Videoanruf.

Dafür wird die Internetverbindung genutzt und somit fallen keine Kosten für SMS oder Gesprächsminuten an. Außerdem können Dokumente geteilt werden, wie PDFs oder Tabellen, und Kontakte.

Es ist auch möglich, bereits gesendete Nachrichten wieder zurückzuholen, also WhatsApp-Nachrichten zu löschen. Das geht allerdings nur einen bestimmten Zeitraum lang nach Versenden - nämlich sieben Minuten.

All diese Funktionen haben WhatsApp so beliebt gemacht und zu unzähligen Downloads der App geführt. Über whatsapp.com kann man die beliebte Messenger-App für iPhone oder Andriod herunterladen.

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WhatsApp am PC nutzen

WhatsApp kann man nicht nur am Smartphone verwenden, sondern seit 2015 auch am PC mit WhatsApp für Web und Desktop.

Um WhatsApp am PC zu nutzen, muss man das notwendige Programm über einen Link herunterladen oder im Browser öffnen. Dann erscheint ein QR-Code, den man mit dem Smartphone scannt, indem man WhatsApp am Handy öffnet. Anschließend findet man alle seine Chats am PC-Bildschirm wieder und kann alle Funktionen wie gewohnt nutzen - nur eben nicht am Smartphone.

Die App zeigt es dem User an, wenn WhatsApp noch auf einem PC geöffnet ist. Die Verbindung auf dem Computer kann man jederzeit vom Smartphone aus unterbrechen.

Wie teuer ist WhatsApp?

Die App WhatsApp ist mittlerweile kostenfrei, bis Anfang 2016 musste man noch Geld für die App ausgeben. Lediglich wenn man sich in Roaming befindet, wenn man also mobil im Ausland online geht, können doch Kosten anfallen. Das einzige, was WhatsApp kostet, ist Datenvolumen.

So sinken die SMS-Zahlen seit der Einführung von WhatsApp stetig. Während 2012 noch 59,8 Milliarden SMS pro Jahr verschickt wurden, waren es 2015 nur noch 16,6 Milliarden.

WhatsApp und Facebook: Wem gehört die App?

WhatsApp wurde 2009 von Jan Koum und Brian Acton gegründet, Sitz der Firma ist in Mountain View, Kalifornien. 2014 wurde der Messenger-Dienst vom Rivalen Facebook aufgekauft - für 19 Milliarden Dollar, teils bar, teils in Facebook-Aktion. Später erhielten die Gründer und Mitarbeiter noch einmal 3 Milliarden. Zu diesem Zeitpunkt war das der größte Kauf eines Internetkonzerns. Zuvor hatte Facebook die PlattformInstagram (mit einer Milliarde Nutzer) aufgekauft. 

WhatsApp wurde 2014 von Facebook gekauft.

Auch für die Arbeit: Was ist WhatsApp Business?

WhatsApp Business ist eine eigenständige App, die für Kleinunternehmer entwickelt wurde. Mit der Unternehmensversion des bekannten Services ist es möglich, Produkte oder auch Dienstleistungen vorzustellen. 

Außerdem können Unternehmer mit WhatsApp Business Unternehmensprofile erstellen, Schnellantworten nutzen und automatisierte Nachrichten (zum Beispiel Abwesenheitsnotizen) einrichten. 

Wie sicher ist WhatsApp?

Die neuesten Versionen von WhatApp sind laut Hersteller durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Das heißt, dass nur der Sender und der Empfänger die Nachrichten lesen können. Trotzdem sammelt WhatsApp Daten.

WhatsApp stand und steht zudem immer wieder wegen Sicherheit und Datenschutz in der Kritik.

WhatsApp-Alternativen: Signal, Telegram, Threema 

Wer WhatsApp nicht nutzen möchte, dem bieten sich einige Alternativen. Zu den bekanntesten zählen die Kurznachrichtendienste Signal, Telegram und Threema. Außerdem gibt es noch Viber und Hoccer.

Signal

Signal ist schlicht, kostenlos und sicher - so sicher, dass angeblich sogar Edward Snowden den Nachrichtendienst nutzt. Für die Anmeldung bei dem Open-Source-Messenger Signal muss man die Telefonnummer angeben.

Telegram

Auch bei dem Open-Source-Messenger Telegram wird Datenschutz großgeschrieben. Zudem bietet die App Features wie Spiele, Sticker und Umfragen. Auch Erinnerungen können mit Telegram eingestellt werden.

Threema

Die Schweizer App Threema verwendet ebenfalls eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und für die Anmeldung müssen weder Telefonnummer noch E-Mail angegeben werden. Deswegen ist es also möglich, die App komplett anonym zu nutzen. Threema bietet sogar Features, die WhatsApp fehlen, wie ein Umfrage-Tool. Allerdings ist Threema kostenpflichtig (ab 1,99 Euro) und wird von weit weniger Usern genutzt als WhatsApp.

Ein Problem, mit dem sich die WhatsApp-Alternativen noch nicht auseinandersetzen mussten: Whatsapp, Instagram, Facebook und Facebook Messenger verletzen Blackberry-Patente urteilte das Münchner Landgericht. Für das Unternehmen Facebook hat das gravierende Folgen.

Ein Kettenbrief macht bei WhatsApp die Runde. Darin wird vor einem Kontakt und dessen Anruf gewarnt, der angeblich ernsthafte Schäden nach sich zieht.

Rubriklistenbild: © dpa / Je ns Kalaene

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