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Xbox-Chef Phil Spencer präsentiert die schnellste Spielekonsole, die die Welt bislang gesehen hat. Leider auch die teuerste.

Wir klären die wichtigsten Fragen

Microsoft bringt die schnellste Konsole - aber lohnt sich die neue Xbox?

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Das Wettrennen um die schnellste Spielkonsole geht weiter. Im Rahmen der Messe E3 in Los Angeles hat Microsoft seine neue Hardware vorgestellt – die Xbox One X, die bisher unter dem Projektnamen „Scorpio“ bekannt war.

Laut Xbox-Chef Phil Spencer handelt es sich um „die stärkste Konsole, die je gebaut wurde“, was angesichts der schnellen technischen Entwicklung aber auch eine Selbstverständlichkeit darstellt. Was kann die One X, für wen lohnt sich der Kauf?

Die Technik: Die neue Xbox bietet eine Grafikleistung von sechs Teraflops, was sechs Billionen Berechnungen pro Sekunde entspricht. Der bisherige Bestwert der PlayStation 4 Pro liegt bei 4,1 Teraflops. Die momentane Xbox One S schafft „nur“ 1,3 Teraflops.

Das Ziel: Die überarbeitete Xbox soll Spiele in Echtzeit in extrem scharfer 4K-Auflösung, mit besonders dynamischer HDR-Grafik und butterweichen 60 Bildern pro Sekunde darstellen können. Hierfür ist allerdings ein aktueller 4K-Fernseher nötig, der idealerweise auch HDR-Bilder anzeigen kann. Ein bezahlbares TV-Gerät mit diesen Funktionen ist der 55 Zoll große LG 55UH615V für rund 640 Euro. Laut Microsoft ist die bessere Bildqualität der One X aber auch auf normalen Full-HD-Fernsehern erkennbar.

Die Spiele: Alle Spiele für die One X sind auch auf der normalen One spielbar, dann aber in reduzierter Grafikqualität. Auf der E3 zeigte Microsoft 42 neue Titel für die One X, darunter Crackdown 3, Assassin’s Creed: Origins und Forza Motorsport 7. Auf entsprechenden Fernsehern sehen die Neuheiten tatsächlich fantastisch aus – bieten aber längst keinen so großen Sprung wie einst von der „normalen“ Bildauflösung auf HD.

Der Preis: Die Xbox One X erscheint am 7. November für 499 Euro und ist damit die teuerste Konsole auf dem Markt. Zum Vergleich: Die bisherige Xbox One S, die im Handel bleibt, ist schon um die 200 Euro zu haben. Sony verlangt für die PlayStation 4 Slim rund 250 Euro, die stärkere PlayStation 4 Pro kostet zwischen 350 und 400 Euro. Nintendos neue Switch-Konsole – falls nicht ausverkauft – findet sich ab etwa 330 Euro.

Dass er sehr stolz ist, mag Xbox-Chef Phil Spencer auf der Messe E3 in Los Angeles gar nicht groß verbergen.

Der Kauftipp: Mit knapp 500 Euro wird die One X ein teurer Spaß. Auf einem normalen Full-HD-Fernseher dürften die grafischen Unterschiede zur One S so gering sein, dass sich der Aufpreis für Gelegenheitsspieler kaum lohnt. Für absolute Spieleprofis mit 4K-Ausstattung ist die One X dagegen eine Sünde wert.

Sie haben aber Alternativen: Die PlayStation 4 Pro bietet trotz etwas schlechterer Rechenleistung praktisch die gleiche Bildqualität. Für die PS 4 erscheinen zudem mehr exklusive Topspiele. Und ein aufwendiger Spiele-PC (ab etwa 1000 Euro), der sich immer wieder aufrüsten lässt, liefert langfristig sogar noch spektakulärere Bilder als die neue Xbox. Ein Sonderfall ist die Nintendo Switch. Sie bietet die weitaus schwächste Grafik, funktioniert aber auch unterwegs – ein spannendes neues Konzept!

Jörg Heinrich

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