Microsoft fordert Google mit eigener Internet-Suchmaschine heraus

- Redmond/Hamburg - Microsoft hat seine lange angekündigte Internet-Suchmaschine als offizielle Testversion am Donnerstag ins Netz gestellt. Die Suchmaschine ist ab sofort weltweit in 26 Märkten und in elf Sprachen über die lokalen Websites des Internet-Dienstes MSN verfügbar.

<P>Die deutsche Version ist unter der Adresse http://search.msn.de zu finden. Der größte Softwarekonzern der Welt will die Dominanz von Google im Suchmaschinen-Markt brechen. Microsoft-Manager Yusuf Mehdi bezeichnete die Veröffentlichung der Betaversion als einen "riesigen Schritt".</P><P>Suchmaschinen sind wegen stetig steigender Werbeeinnahmen zu einem äußerst lukrativen Geschäft geworden. Seit rund anderthalb Jahren ist Microsoft mit der Entwicklung der Technologie beschäftigt, 300 Millionen Dollar hat der Softwareriese investiert. Die Microsoft- Suchmaschine soll mit neuartigen Funktionen die Nutzer überzeugen wie zum Beispiel einer gezielten, lokal eingeschränkten Suche oder der Möglichkeit, sich Fragen direkt beantworten zu lassen. Diese Funktion geht in der deutschen Version allerdings noch nicht.</P><P>"Das ist ein hoffnungsvoller Start", sagte Chris Sherman, Präsident von SearchWise, einer in Colorado ansässigen Consulting- Firma, zur Veröffentlichung des neuen Suchwerkzeugs von Microsoft. "Sie spielen damit definitiv in der selben Liga wie Google und Yahoo!", betonte er. Nach Angaben von Adam Sohn, Produkt-Manager bei Microsofts MSN-Internet-Division, soll der Nutzer von MSN Search deutlich mehr relevante Ergebnisse bekommen als mit den Produkten des Wettbewerbs.</P><P>Unterdessen ist der Höhenflug von Google auch nach dem Börsengang des Suchmaschinenbetreibers weiter ungebrochen. Inzwischen sollen über 65 Millionen Menschen weltweit die meist besuchte Suchmaschine nutzen. Manche Marktbeobachter bezweifeln deshalb, dass Microsoft ein schneller Erfolg beschieden ist. "Die große Herausforderung für Microsoft ist nicht die Technologie, es ist die Bekanntheit", meint Sherman. Selbst wenn das Unternehmen mit etwas technologisch Ausgefeiltem auf den Markt komme, müsse es die Gewohnheiten der Nutzer ändern.</P>

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