Microsoft mit rückläufigem Quartalsgewinn

- Redmond - Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres (30. Juni) trotz eines Rekordumsatzes einen Gewinneinbruch verbucht. Dank zweistelliger Zuwachsraten bei Personal Computern stieg der Umsatz zwar auf 10,2 Milliarden Dollar (acht Millarden Euro), das sind 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

<P>Der Gewinn fiel jedoch wegen hoher Kosten für die Umstellung von Aktienvergütungsprogrammen für die Mitarbeiter um rund 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) in Redmond (US-Bundesstaat Washington) mit.</P><P>Die PC-Nachfrage der Verbraucher und Unternehmen habe die Erwartungen erneut übertroffen und zu einem zweistelligem Umsatzwachstum für das Betriebssystem Windows XP und die Office- Softwareprodukte geführt, sagte Microsoft-Finanzchef John Connors. "Der IT-Markt bei den Unternehmen hat im zweiten Quartal ebenfalls begonnen, sich mit wachsender Nachfrage sowohl nach Desktop- als auch Serverprodukten zu erholen." Der Halbjahresumsatz stieg auf 18,4 (16,3) Milliarden Dollar und der Halbjahresgewinn auf 4,2 (3,9) Milliarden Dollar.</P><P>Der Gewinnrückschlag im zweiten Quartal entstand durch Sonderkosten von 2,2 Milliarden Dollar für die Beendigung eines Aktienoptions-Transferprogramms. Das im vergangenen Jahr eingeführte Programm hatte es Microsoft-Mitarbeitern erlaubt, ihre Aktienoptionen zu verkaufen und auf ein reines Zusatzentlohnungsprogramm mit Aktien umzustellen.</P><P>Die so genannten aufgeschobenen Umsätze aus mehrjährigen Lizenzabkommen sind in dem Quartalsabschnitt um 395 Millionen Dollar geschrumpft. Wachsender Wettbewerb und das Zögern vieler Kunden, längerfristige Lizenzabkommen abzuschließen, seien die Gründe dafür, hieß es. Analysten befürchten, dass dies ein Signal für sinkende Umsätze im kommenden Jahr sein könnte. "Es ist ein Indikator für das künftige Geschäft, insofern sind die gesunkenen Zahlen nicht günstig", sagte Alan Davis, Analyst bei McAdams Wright Ragen. Microsoft-Aktien fielen nachbörslich von 28,01 auf 27,24 Dollar.</P>

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