Microsoft mit starkem Gewinnanstieg

- Redmond - Der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft Corporation hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 (30. Juni) einen starken Gewinnanstieg auf 2,73 Milliarden Dollar oder 50 Cent je Aktie verbucht. Microsoft hatte in der entsprechenden Vorjahreszeit nur 1,28 Milliarden Dollar oder 23 Cent je Aktie verdient. Die Analysten hatten mit einem Gewinn von 43 Cent je Aktie gerechnet.

<P>Die positive Entwicklung sei dem starken Interesse an dem neuen Software-Lizenzprogramm sowie der starker Nachfrage nach dem Windows XP-Betriebssystem und der Anwendungssoftware zu verdanken. Der Quartalsumsatz erhöhte sich in dem am 30. September beendeten Dreimonatsabschnitt gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 26 Prozent auf 7,75 Milliarden Dollar. Dies hat Microsoft am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegeben. Die Aktien des Software- Branchenführers festigten sich nachbörslich kräftig um 1,99 Dollar auf 52,76 Dollar. Microsoft hatte zum Quartalsende 40,5 Milliarden Dollar liquide Mittel.</P><P>"Die Ergebnisse des ersten Quartals waren außerordentlich stark und haben unsere Erwartungen übertroffen", betonte Finanzchef John Connors. Er verwies darauf, dass viele Kunden langfristige Lizenzabkommen für Microsoft-Produkte abgeschlossen haben. Microsoft stellt auf dieses umstrittene Lizenzsystem um, bei dem die Kunden regelmäßige Lizenzgebühren für die jeweils neueste Version eines Softwareprodukts zahlen, statt selbst zu entscheiden, ob sie eine neue Version kaufen wollen oder nicht.</P><P>Connors verwies darauf, dass die die Stärke der Lizenzen zu einem "soliden Wachstum" bei Windows XP, Office XP und NET Enterprise Servers geführt habe. Microsoft hat seit der Einführung von Windows XP vor knapp einem Jahr mehr als 67 Millionen Kopien des Betriebssystems über die Computerhersteller auf ihren neuen Computern oder im Einzelhandel verkauft.</P><P>Connors bezeichnete die globalen wirtschaftlichen Aussichten als weiterhin unsicher.</P><P>Der Online-Dienst MSN zeigte ein Umsatzwachstum von 23 Prozent. Das Anzeigengeschäft und die höhere Kundenzahlen trugen zu dem Anstieg bei.</P><P>Microsoft setzte in der Berichtszeit in Nord- und Südamerika 2,7 (Vorjahresvergleichszeit:2,3) Milliarden Dollar um und in der Region Europa/Naher Osten und Afrika 1,5 (1,1) Milliarden Dollar. Der asiatisch-pazifische Raum steuerte 860 (692) Millionen Dollar zum Umsatz bei und die Computerhersteller 2,7 (zwei) Milliarden Dollar.</P><P>Microsoft erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar bis 8,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie soll 45 bis 46 Cent erreichen. Das Unternehmen geht für das laufende Geschäftsjahr von einem Umsatz von 32,2 Milliarden Dollar bis 32,6 Milliarden Dollar und von einen Gewinn pro Aktie in Höhe von 1,89 Dollar bis 1,95 Dollar aus.</P>

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