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Nacktbilder oder intime Videos im Internet: Wer so bloßgestellt wird, möchte die Inhalte gerne entfernen. Google und Microsoft helfen dabei.

Microsoft startet Service zum Löschen von Rachepornos

Redmond - Es ist eine ganz miese Form der Rache, wenn ein Ex Nacktbilder und sexuelle Videos ohne Zustimmung des ehemaligen Partners ins Internet. Den Opfern von sogenannten "Rachepornos" wird jetzt geholfen.

Für Opfer von Rachepornos hat Microsoft eine Webseite eingerichtet, auf dem Betroffene die Inhalte melden und deren Löschung beantragen können. Die Seite ist momentan nur in englischer Sprache verfügbar, richtet sich aber an Nutzer in aller Welt.

Wird der Antrag auf Löschung anerkannt, entfernt das Unternehmen Links aus seiner Suchmaschine Bing. Sind die Inhalte auf dem firmeneigenen OneDrive oder Xbox Live gespeichert, wird außerdem der Zugriff blockiert. Auch Google bietet seit einiger Zeit einen solchen Service an.

Grund ist der vor allem im englischsprachigen Raum anhaltende Trend, intime Aufnahmen von ehemaligen Partnern ins Netz zu stellen. In England und Wales sowie den US-Bundesstaaten Kalifornien und New Jersey wurden bereits Gesetze dagegen erlassen.

In Deutschland finden Rachepornos zwar keine explizite Erwähnung als Straftatbestand, werden aber von existierenden Gesetzen abgedeckt. Je nach Schwere des Falls kann es sich dabei um eine schwere Verletzung des Persönlichkeitsrechts handeln, aber auch um den Straftatbestand der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Mögliche Konsequenzen für Täter sind Schmerzensgeldzahlungen, Haftstrafen oder Geldstrafen.

dpa

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