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Microsoft musste in einem Gerichtsstreit eine große Schlappe hinnehmen.

Microsoft verliert im Gerichtsstreit um Word: Verkaufsstopp droht

Im Streit um Word-Patente hat Microsoft eine Niederlage einstecken müssen: Der Software-Riese muss einem kanadischen Unternehmen nun 290 Millionen Dollar Schadensersatz zahlen.

Ein US-Gericht hat in einem Berufungsverfahren ein Urteil bestätigt, das Microsoft zu einer Schadensersatzzahlung von 290 Millionen Dollar verdonnert. Microsoft hatte in seinem Textverarbeitungsprogramm Word in den Versionen von 2003 und 2007 patentgeschützte Anwendungendes kanadischen Unternehmens i4iverwendet.

2007 hatte die kanadische Firma Microsoft deshalb verklagt. Bereits im Mai war Microsoft zu Schadensersatzzahlungen verurteilt worden, nun wurde dieses Urteil bestätigt - und die Zahlung von 200 Miliionen Dollar auf 290 Millionen Dollar erhöht worden. In dem Urteil ist neben dem Schadensersatz ein Verkaufsverbot ab dem 11. Januar für die betroffenen Versionen festgesetzt worden.

Die patentgeschützte Verwedung betrifft die Fähigkeit von Word, Dateien in den Formaten .XML, .DOCX und .DOCM verarbeiten zu können. i4i sei kein sogenannter "Patent-Troll", der nur als Patentverwerter Klagen gegen Firmen anstrenge, erklärt die Internetseite heise.de, sondern es ist eine Firma, die selbst Software für die Dokumentenverwaltung in Unternehmen entwickelt und auf XML-Techniken spezialisiert ist. 

Schon vor einigen Tagen hatte Microsoft einen Code- und Design-Diebstahl zugegeben: Die Internetseite winfuture.de hatte berichtet,dass Microsoft mit seinem sozialen Netzwerk "Hompy" in China Urheberrechte verletzt hatte.

Microsoft betont, dass die Gerichtsentscheidung nur Word 2007 und Office 2007 betreffe - nicht aber Office 2010. Man arbeite daran, das umstrittene, "wenig benutzte" Feature aus dem Produkt zu entfernen und Word danach weiter im Verkauf anzubieten, berichtet die Internetseite orf.at.Außerdem behalte sich Microsoft weitere gerichtliche Schritte vor.

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