Microsoft will nächste Xbox bald präsentieren

Redmond - Videospiele-Fans können sich schon jetzt auf die kommende Weihnachtszeit freuen: Um ihre Gunst werden eine neue Playstation und eine neue Xbox-Generation werben.

Jetzt ist es offiziell: Microsoft will am 21. Mai die nächste Generation der Spielekonsole Xbox präsentieren. Der Windows-Konzern lud am Mittwoch zur Vorstellung in seinem Hauptquartier in Seattle. Weitere Details gab es nicht. Es wird erwartet, dass die nächste Xbox zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommt.

Nach bisherigen Medienberichten soll unter anderem die Bewegungssteuerung Kinect weiterentwickelt werden. Außerdem wolle Microsoft beim Prozessor von der bisherigen PowerPC-Architektur zum klassischen x86-Standard der PC-Welt wechseln. Dadurch würden heutige Spiele-Disks auf dem neuen Gerät nicht laufen. Sony will ein ähnliches Problem bei seiner nächsten Playstation dadurch lösen, dass die älteren Spiele online abgerufen werden können.

Die Videospiele-Fans können sich damit auf eine spannende Weihnachtszeit gefasst machen: Die Playstation 4 ist bereits seit Wochen offiziell angekündigt, obwohl Sony bisher mit Details geizte. Und auch Nintendo versprach für dieses Jahr eine bessere Auswahl an attraktiven Spielen, um die zuletzt schwachen Verkäufe seiner neuen Konsole Wii U anzukurbeln. Sie kam in ihrem zweiten Quartal auf dem Markt auf unter 400 000 verkaufte Geräte, nachdem zum Start noch gut drei Millionen Wii-U-Konsolen abgesetzt worden waren.

Das Geschäft mit Spielekonsolen und entsprechender Software bekommt immer mehr die Konkurrenz günstiger Games für Smartphones und Tablet-Computer zu spüren. Die Marktforscher von IDC rechnen damit, dass es Ende dieses Jahres mehr zahlende Spieler auf den Computer-Handys und Tablets als auf mobilen Spielekonsolen wie Nintendos 3DS und Sonys Playstation Vita geben wird.

Microsoft versucht deshalb verstärkt, die Xbox mit ihrer Bewegungs- und Sprach-Steuerung auch als Medienzentrale für Musik und Filme sowie als Herzstück eines vernetzten Haushalts zu etablieren. Die Aktie des Software-Riesen legte im frühen New Yorker Handel am Donnerstag um rund 2,5 Prozent zu.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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