Präsentation des Betriebssystens

Microsoft schürt Spannung vor Start von Windows 10

Redmond - Mit Windows 10 will Microsoft einen kompletten Neustart hinlegen. Das neue Betriebssystem soll alle Nutzer glücklich machen - über die Geräteklassen hinweg.

Microsoft will noch am Mittwoch in einer Pressekonferenz in Redmond weitere Einblicke in sein neues Betriebssystem Windows 10 geben. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der Konzern bei der Vorstellung vor allem private Nutzer im Fokus haben wird. Als relativ sicher gilt, dass die Sprachsteuerung Cortana zu den wichtigen Neuerungen gehören wird. Sie soll Nutzern bei der Suche zur Seite stehen und auf Text- und Sprachbefehle antworten. Eine wichtige Rolle dürfte auch Microsofts Spielekonsole Xbox spielen, denn zu den angekündigten Rednern gehört Xbox-Chef Phil Spencer.

Mit der neuen Plattform Windows 10, die nahtlos auf Tablet, Smartphone oder Personal Computer laufen soll, eröffnen sich auch für die Xbox neue Möglichkeiten. Bislang lief das Geschäft mit PC-Spielen und der Konsole bei Microsoft weitgehend unabhängig. Am Mittwoch könnte Microsoft demonstrieren, dass sich Xbox-Spiele künftig auch auf dem PC spielen lassen, erwartete das Technologieblog „The Verge“. Möglicherweise ließen sich auch Spielstände über Xbox Live über die Gerätegrenzen hinweg synchronisieren.

Windows 10 stellt nach Einschätzung von Microsoft-Chef Satya Nadella einen „fundamentalen Sprung in eine neue Generation“ dar. Erstmals will Microsoft damit für alle Geräteklassen ein einheitliches System anbieten. Das Unternehmen verspricht sich davon vor allem auch, die Entwickler von Apps auf seine Seite zu bekommen. Einmal produzierte Anwendungen sollen sich ohne wesentlichen Aufwand auch auf andere Geräte portieren lassen - das könnte den Windows Phones zugutekommen. Wegen der geringen Verbreitung hatten Entwickler oft auf eine Portierung verzichtet.

Als relativ sicher gilt, dass das Unternehmen seine App Stores zusammenlegen wird. Gerüchten im Netz zufolge könnte Microsoft am Mittwoch auch einen Hybrid zwischen Notebook und Smartphone vorstellen. Zu sehen sein könnte auch der Nachfolger des Internet Explorers mit dem Codenamen „Spartan“. Der neue Browser soll von allen Programm-Altlasten befreit sein und zusätzlich zum Internet Explorer auf den Markt kommen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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