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Mittagessen für einen Euro

- "Ab dem Wintersemester können wir unseren Studenten erstmals ein Mittagessen für einen Euro anbieten, dazu gibt es Beilagen, die nur 50 Cent kosten werden." Das kündigte Armin Rosch, der Geschäftsführer des Studentenwerks München bei der Vorstellung seines Jahresberichts 2004 an. Für diesen Preis wird es zum Beispiel Apfelstrudel mit Vanillesauce, Spaghetti Carbonara oder sogar einen Putenrollbraten geben. "Das Angebot soll zeigen, dass wir uns nach wie vor als soziale Einrichtung verstehen", betont Rosch, "auch wenn die staatlichen Zuschüsse von Jahr zu Jahr weniger werden.

Rosch machte in seiner Bilanz des letzten Jahres deutlich, dass das Studentenwerk immer mehr ein Wirtschaftsunternehmen wird. Trotzdem verstehe sich sein Betrieb als Dienstleister.

Das günstige Essen ist nur eine von zahlreichen neuen Serviceleistungen, die das Studentenwerk ab nächstem Oktober anbietet.

Besonders wichtig ist Rosch die Betreuung von Kindern der Studierenden. Junge Eltern können künftig auf eine verbesserte Betreuung ihres Nachwuchses in den Kindergrippen des Studentenwerks setzen. Zusammen mit der Ludwig-Maximilians-Universität wird zum Beispiel ab Oktober die Kindergrippe "Campus-Kinder" in der Amalienstraße eröffnet. Hier können die Studenten ihren Nachwuchs auch stundenweise abgeben, um Vorlesungen zu besuchen (Preis pro Stunde: fünf Euro, für eine monatliche Ganztagesbetreuung: 260 Euro).

"Mit dem erweiterten Angebot für die Studenten-Eltern wollen wir dem Trend entgegenwirken, dass junge Frauen immer weniger Kinder bekommen, je besser ihre Ausbildung ist", betont Rosch. "Wir wollen helfen, dass junge Mütter ihre akademische Ausbildung erfolgreich abschließen können.

Zudem hat sich die Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt etwas entspannt. Doch noch immer stehen 2400 Bewerber auf der Warteliste. "Zur Zeit betragen die Wartezeiten für einen Platz zwischen zwei und vier Semestern, je nachdem, ob man in eines unserer neuen Wohnheime, wie etwa in Freimann, einziehen will oder auch ein älteres akzeptiert", sagt Rosch.

Studentenbuden kosten0 bis zu 300 Euro

Die Mieten für die Wohnheime bewegen sich zwischen 140 und 300 Euro für ein Einzelzimmer. Zum Wintersemester wird das Studentenwerk zudem Häuser anmieten, um den Bedarf zu decken.

Bis zum Jahr 2011 rechnet Armin Rosch mit einem Zuwachs der Studenten von 92 000 auf 105 000. "Das ist eine vorsichtige Schätzung", betont er und fügt an, dass trotz der angespannten Haushaltslage, die Serviceleistungen seines Hauses weiter ausgebaut werden.

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