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Plagiatsvorwürfe: StudiVZ soll unter anderem das Design von Facebook abgekupfert haben.

Soziale Netzwerke

Facebook verklagt StudiVZ vor Kölner Gericht

Plagiatsvorwurf: Das soziale Netzwerk StudiVZ soll von seinem Konkurrenten Facebook Design, Funktionen und Teile des Quellcodes geklaut haben. Nun klärt das Kölner Landgericht.

Die Klage kommt wenig überraschend: Facebook verklagt StudiVZ auf Unterlassung, weil das deutsche soziale Netzwerk große Teile des amerikanischen Vorreiters abgekupfert haben soll. Den Plagiatsvorwurf behandelt seit Dienstag das Kölner Landgericht.

Es ist die dritte Runde im Streit der sozialen Netzwerke. Im vergangenen Jahr war Facebook vor ein kalifornisches Gericht gezogen. Darauf konterte StudiVZ mit einer Feststellungsklage vor dem Landgericht Stuttgart, schreibt der Branchendienst Heise. Nun fand am Dienstag die erste mündliche Verhandlung vor der Wettbewerbskammer am Kölner Landgericht statt.

Der Kölner Stadtanzeiger schreibt über die Vorwürfe: "StudiVZ habe mit seinem Logo, Features und seinem Service geistiges Eigentum von Facebook kopiert. Zudem soll StudiVZ illegal auf Facebook-Computersysteme Zugriff gehabt und sich Daten, darunter den Facebook-Quellcode, verschafft haben." Ein Sprecher von StudiVZ bezeichnete die Vorwürfe als haltlos. Spiegel Online beantwortet Fragen zu dem Streit.

Die Vorwürfe im Einzelnen

Aussehen: Rein farblich unterscheiden sich die Konkurrenten: Facebook ist in blau gehalten, StudiVZ in rot. Wie ähnlich sich beide trotzdem sind, vergleicht das Computermagazin Chip in einer Bildergalerie. Das Blog Der Bumi erklärt, wie man mit einem Quellcode StudiVZ so verändern kann, dass es im Facebook-Blau erscheint. So wird die Ähnlichkeit noch offensichtlicher, auch in Bezug auf die Funktionen wie gruscheln (poke).

Quellcode: Facebook verdächtigt die Macher von StudiVZ, illegal Zugriff auf den Quellcode der amerikanischen Seite gehabt zu haben. Den sollen sie für ihr Projekt in Teilen kopiert haben. Netzwertig verlinkt auf den Screenshot einer Fehlermeldung bei StudiVZ, in der die Ordner dieselben Namen tragen wie bei Facebook. Kommentar von Netzwertig: Angesichts dieser Tatsache "dürfte studiVZ schlechte Karten haben".

Außergerichtliche Einigung?

Der Vorsitzende der Kölner Wettbewerbskammer, Vorsitzender Richter Heinz Georg Schwitanski, schlug den Prozessbeteiligten eine außergerichtliche Einigung vor. Ein Gutachter soll die Quellcodes beider Seiten darauf vergleichen, ob und was kopiert wurde. Kommt es nicht zu einer Einigung, will das Gericht Mitte Juni eine Entscheidung fällen.

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