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Weil sie während ihrer Krankheit surfte, verlor eine Angestellte ihren Job.

Wer auf Facebook surft, kann auch arbeiten

Basel - Eine Versicherungsangestellte meldete sich krank. Ihr Arbeitgeber fand heraus, dass sie trotzdem bei Facebook Kontakte pflegte, und entließ sie.

Das Freunde-Netzwerk Facebook kostete einer Schweizerin aus Basel den Job. Weil sie sich für einen Tag wegen einer Migräneattacke krank meldete, aber trotzdem bei Facebook aktiv war, wurde eine Versicherungsangestellte entlassen. Das berichtet die Online-Redaktion von "20 Minuten".

Die Frau gab an, im Fall einer Migräne in einem dunklen Zimmer im Bett liegen zu müssen. Doch ihr Arbeitgeber, die Versicherung Nationale Suisse, fand heraus, dass sie an dem Tag bei Facebook aktiv war. Sein Fazit: Wer bei Facebook Kontakte pflegen kann, der kann auch arbeiten.

Spionierte die Firma sie aus?

Eine Woche nach ihrer Krankmeldung im November 2008 zitierte der Chef die Frau zu sich. Auch eine Personalerin und ein Direktionsmitglied waren laut "20 Minuten" zugegen. Der Chef wedelte mit der Kündigung. Sie habe fünf Minuten Zeit, ihre Sachen zu packen.

Die Frau verteidigte sich, sie habe mit ihrem iPhone aus dem Bett heraus gesurft. Nationale Suisse schreibt laut "20 Minuten" in einer Stellungnahme: Die widersprüchlichen Aussagen, sie könne während einer Migräne nicht am Computer arbeiten und dann surft, hätten das Vertrauen in die Frau zerstört.

Die Angestellte vermutet nun, dass ihr Arbeitgeber ihr nachspioniert hat. Wie sonst sollte er an die Infos gekommen sein? Sie glaubt, dass sich die Firma mit dem Nickname Hannelore Müller als Freundin angedient habe. Müller habe behauptet, man kenne sich von der Fasnacht, ein Bild gab es nicht. Die Angestellte bestätigte den Kontakt, obwohl sie ein Freund davor warnte, Unbekannte zu bestätigen.

Der Arbeitgeber bestreitet die gezielte Spionage, er habe die Aktivitäten der Angestellten zufällig entdeckt. Einen Rechtstreit strengte die Angestellte allerdings nicht an.

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