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Shirley MacLaine im vergangenen Jahr.

Lebhafte Esoterikerin: Shirley MacLaine wird 75

Lebhafte Schauspielerin mit Hang zur Esoterik: Shirley MacLaine wird 75 Jahre alt. Sie blickt auf über 50 Filme, einen Oscar und eine Freundschaft mit dem "Rat Pack" zurück.

Von Fotografen lässt sich die Hollywood-Legende Shirley MacLaine nur noch mit Weichzeichnerlinse aufnehmen. Sie selbst nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie in Vorträgen und Interviews über sich, frühere Liebhaber, junge Kolleginnen und ihre Leidenschaft für Außerirdische plaudert. "Weiser, nicht leiser!" lautet der Titel ihrer Memoiren. Heute, am 24. April, wird sie 75 Jahre alt.

"Unter Tränen zu lachen, ist der beste Weg, im Leben voranzukommen", sagte sie, als sie 1999 in Berlin für ihr Lebenswerk mit dem Goldenen Berlinale-Bären geehrt wurde. Das hat sie auch in ihren Filmen oft vorgeführt. Schon mit ihrem ersten größeren Hollywood-Engagement erspielte sich MacLaine cineastische Unsterblichkeit. Sie war ein Liftgirl und eine verstimmte Geliebte, eine Pariser Prostituierte mit Hund und Herz, eine lesbische Freundin und eine alternde Klavierlehrerin. In ihren rund 50 Hollywood-Rollen verkörperte Shirley MacLaine oft die leicht chaotische, aber charmante Nudel, lebenslustig, manchmal zickig, ein wenig überspannt, doch immer liebenswert. Eine Übersicht ihrer Filme gibt es bei IMDB. Die ARD zeigt eine Auswahl ihrer Filme (Programm).

Alfred Hitchcock hatte Shirley MacLaine 1954 am Broadway erlebt und umgehend für seine schwarze Komödie "Immer Ärger mit Harry" verpflichtet. Fortan war sie eine der begehrtesten Komikerinnen jener Zeit und wurde mit Filmpreisen überhäuft (Bildergalerie). Doch es vergingen fast 30 Jahre, bis ihr nach mehreren Nominierungen 1984 für die Hauptrolle der kratzbürstigen Mutter Aurora in James Brooks "Zeit der Zärtlichkeit" endlich auch ein Oscar verliehen wurde. Ein Porträt hat auch die Seite Monsters and critics verfasst.

Dass es ihr gelang, als einzige Frau - noch dazu gleichberechtigt - von dem berühmten "Ratpack" um Frank Sinatra und Dean Martin aufgenommen zu werden, kam einem Wunder gleich. Sie sei "eine der lebhaftesten, witzigsten und treuesten Freundinnen", die er je gehabt habe, lautete Sinatras Erklärung.

dpa

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