Mobile Würfel-Wohnung für Studenten

- Maximale Wohnfläche auf minimalem Raum: Eine 2,60 Kubikmeter große, mobile Wohnung in Würfelform soll Münchner Studenten zukünftig neuen Lebensraum bieten. Für Oktober 2005 ist geplant, elf der sogenannten "micro compact homes" an der Grasmeierstraße in München aufzustellen. Im April soll der erste Prototyp getestet werden - wenn die Bauvoranfrage Erfolg hat.

<P>"Es geht nicht darum, viel Platz zu schaffen, sondern darum, Platz flexibel einzusetzen", erklärt die Architektin Lydia Haack, die das Konzept mit Studenten der Technischen Universität München (TUM) unter Leitung von Professor Richard Horden entwickelt hat. Durch die Nutzungsüberlagerung von mehreren Ebenen entstehe auf 6,5 Quadratmetern Grundfläche mehr Wohnraum, als es auf den ersten Blick erscheine. "Wir wollen den Bewohnern nichts wegnehmen", erklärt Haack. Alle Wände der "micro compact homes" haben eine doppelte Funktion. <BR><BR>Der Eingangsbereich kann beispielsweise mit einem Handgriff zur Dusche umgebaut, der Arbeitsplatz zum Gästebett umfunktioniert werden. Der nützliche Nebeneffekt: Es müssen keine Möbel mitgebracht werden. Auch die Küche ist mit Mikrowelle, Kühlschrank und zwei Kochfeldern voll ausgestattet.<BR><BR>Bauherr der Wohn-Würfel ist das Studentenwerk München. "Wir wurden angefragt, möglichst kostengünstig Studentenwohnungen zu schaffen", erklärt Haack. Ein Studentenplatz kostet 65 000 Euro, ein Wohncontainer 15 000 Euro. Der Preis für ein "micro compact home" werde "im Mittelfeld" liegen.<BR><BR>Ein erstes Modell im Maßstab 1:1 steht bereits in einem Arbeitsraum der TUM und wurde 300 Studenten vorgestellt. Sie gaben an, dass die neue Wohnform für sie vorstellbar sei. Auch vom Bezirksausschuss Schwabing-Freimann wurde das Projekt begrüßt. Haack erklärt: "Wohnen muss sich den Lebensformen anpassen." </P>

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